Abgestürzte Drohne in Wunstorf - Ermittler finden offenbar Sprengstoff
Exklusiv Bundeswehr-Standort Drohne in Wunstorf - Ermittler finden offenbar Sprengstoff Stand: 22.09.2026 • 17:00 Uhr
In der Nähe des Bundeswehr-Fliegerhorsts Wunstorf in Niedersachsen wurde vor rund einer Woche eine Drohne entdeckt. Nach Recherchen von NDR , WDR und SZ stellten die Ermittler in der Nähe auch eine verdächtige Substanz fest.
Es soll ein Landwirt gewesen sein, der vor rund einer Woche die Polizei alarmierte, weil er einen mysteriösen Fund gemacht hatte: eine offenbar in mehrere Teile zerbrochene Drohne. In einem dicht bewachsenen Gelände, nur rund einen Kilometer entfernt vom Bundeswehr-Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf. Die Polizei rückte daraufhin an und suchte die Gegend weiter ab.
Der Drohnen-Fund beschäftigt inzwischen den Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt. Geprüft wird, ob es einen Zusammenhang zum gescheiterten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August gibt. Die Drohne in Wunstorf soll ähnlich konstruiert sein, wie der NDR berichtet hatte. Mindestens ein Bauteil wurde wohl mit einem 3D-Drucker gefertigt.
Nach Recherchen von NDR , WDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass auch die in Wunstorf gefundene Drohne mit Sprengstoff bestückt gewesen sein könnte. Verdächtiges Material sei wenige Meter von der Drohne entfernt gefunden worden sein, heißt es aus Sicherheitskreisen. Die kriminaltechnischen Untersuchungen der Substanz sind demnach aber noch nicht abgeschlossen.
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Zudem nehmen die Ermittler nach der Analyse der Drohne an, dass das Fluggerät wohl schon längere Zeit, möglicherweise sogar bereits zwei Jahre lang, in der Nähe des Bundeswehrstandorts lag. Eine Sprecherin des Generalbundesanwalts wollte sich unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht dazu äußern. Der Fund von Wunstorf war am Dienstag auch Thema in der Nachrichtendienstlichen Lage im Kanzleramt, in der sich wöchentlich die Chefs der Sicherheitsbehörden treffen.
Sollte die Drohne in Wunstorf tatsächlich schon vor längerer Zeit auf dem Gelände abgestürzt sein, wäre das ein alarmierendes Zeichen: Womöglich misslang bereits früher ein staatlich gelenkter Anschlagsversuch mit einer fliegenden Bombe auf einen sensiblen Standort in Deutschland.
In Wunstorf befindet sich ein wichtiger Standort der Luftwaffe: Hier ist die Flotte der A400M-Transportflugzeuge der Bundeswehr stationiert, die für die Verlegung von Material und Truppen eine große Bedeutung haben. Wunstorf gilt als Drehscheibe für die weltweite Versorgung der Bundeswehr.
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Der Fall weist gleich mehrere Parallelen zum misslungenen Drohnenanschlag am Leipziger Flughafen auf: Anfang August wollten die Attentäter offenbar mit Sprengstoff-bestückten Drohnen ukrainische Frachtflugzeuge angreifen und zerstören. Dazu waren keine handelsüblichen Modelle verwendet worden, sondern Drohnen, die offenbar selbst konstruiert wurden.
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