Wann es Ärger gibt: Kleiderfrage im Dom - wie viel Sommermode ist zu viel?
Leicht bekleidet ins Gotteshaus? Geschmack ändert sich – und die Kirchen in Rheinland-Pfalz reagieren mit Augenmaß auf das Outfit der Besucher.
Eine klare Grenze gibt es trotzdem.
Kurze Hose oder lange Ärmel? Wer im Sommer eine Kirche besucht, kann bei der Wahl ins Grübeln kommen.
Eine einheitliche Kleiderordnung gibt es in den großen Kirchen in Rheinland-Pfalz zwar nicht, wie Anfragen der Deutschen Presse-Agentur zeigen.
Es gilt aber eine Grundregel: Kleidung und Verhalten sollten zur Würde des Ortes passen.
Mainz : Sommerlich ja - oben ohne nein Beispiel Landeshauptstadt: „Wir haben im Mainzer Dom keine Hinweistafel auf Kleidervorschriften“, sagt Domdekan Henning Priesel.
Die Domaufsichten seien angehalten, bei sehr knapper Kleidung das Gespräch zu suchen - bei Frauen und Männern gleichermaßen.
Wer etwa mit freiem Oberkörper oder mit einem Bikini-Oberteil auftauche, müsse damit rechnen, von der Aufsicht angesprochen zu werden.
In solchen Fällen könne es heißen: Bitte den Dom verlassen.
Solche Situationen seien jedoch selten, betont Priesel.
Grundsätzlich sei sommerliche Kleidung kein Problem.
Auch schmale Träger an Kleidern oder Oberteilen und freie Schultern würden in den meisten Fällen akzeptiert.
Nicht die nackte Schulter ist das größte Problem In Mainz sorgen ohnehin andere Dinge deutlich häufiger für Gesprächsbedarf.
Dem Domdekan zufolge geht es bei den Aufsichten wesentlich öfter um unpassendes Verhalten als um Kleidung.
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