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Laut neuer Studie - Raucher sind offenbar einsamer als Nichtraucher

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Laut neuer Studie - Raucher sind offenbar einsamer als Nichtraucher

Raucher fühlen sich im Alter etwas einsamer als Nichtraucher. Außerdem nimmt dieses Gefühl bei ihnen über die Jahre etwas stärker zu. Darauf deutet eine große europäische Untersuchung hin, die Dr. Keir Philip vom Imperial College London auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) 2026 in Barcelona vorgestellt hat.

Für die Analyse werteten die Forscher Daten von 51.532 Menschen aus 15 Ländern aus. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 67 Jahre alt, 54 Prozent waren Frauen . Zu Beginn der Untersuchung rauchten 22 Prozent. Die Daten stammen aus der Langzeitstudie „Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe“ (SHARE).

Die Wissenschaftler erfassten 2013 sowohl das Rauchverhalten als auch die Einsamkeit der Teilnehmer. Zwei Jahre später wurde die Einsamkeit erneut gemessen. Dafür kam die standardisierte „UCLA Loneliness Scale“ zum Einsatz. Sie erfasst unter anderem, wie häufig sich Menschen ausgeschlossen oder isoliert fühlen. Die Werte reichen von drei bis neun Punkten.

Zu Beginn lag der durchschnittliche Einsamkeitswert aller Teilnehmer bei 3,8 Punkten. Raucher erreichten im Mittel 0,092 Punkte mehr als Nichtraucher. Der Unterschied war statistisch eindeutig, fiel aber insgesamt klein aus. Auch bei der Entwicklung zeigte sich ein Unterschied: Bei Rauchern stieg der Einsamkeitswert innerhalb von zwei Jahren im Schnitt um 0,049 Punkte stärker.

Auf Nachfrage räumt Philip die geringe Größenordnung ein: „Ja, die Daten deuten auf relativ kleine Effektstärken für erhöhte und zunehmende Einsamkeit im Zusammenhang mit dem Rauchen hin.“ Entscheidend sei die Richtung: „Sie deuten aber keinesfalls auf eine geringere Einsamkeit im Zusammenhang mit dem Rauchen hin.“

Auch wenn die Forscher Faktoren wie Alter, Geschlecht, Bildung, Vermögen, Depressionen und chronische Erkrankungen einbezogen, blieben die Ergebnisse bestehen. Philip fasst die Ergebnisse in einer Pressemitteilung vorsichtig zusammen: „Rauchen geht bei älteren Menschen mit zunehmender Einsamkeit einher.“

Warum dieser Zusammenhang besteht, kann die Studie nicht beantworten. Als mögliche Erklärungen nennt der Forscher gesundheitliche Einschränkungen durch rauchbedingte Erkrankungen sowie veränderte soziale Rahmenbedingungen durch Rauchverbote und rauchfreie Wohnungen.

Wegen der vielen Teilnehmer und weil die Forscher sie zwei Jahre lang begleiteten, gilt die Studie als aussagekräftig. Dennoch handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Sie kann nicht belegen, dass Rauchen allein Einsamkeit verursacht. Zudem waren die Teilnehmer im Durchschnitt 67 Jahre alt, und die ausgewerteten Daten stammen aus den Jahren 2013 und 2015. Ob die Ergebnisse auf jüngere Menschen übertragbar sind, bleibt daher offen.

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