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Kultur

Abgeordnetenhauswahl: Berlin: Auch in Gemeinderaum von Moschee wird gewählt

Stern ·
Abgeordnetenhauswahl: Berlin: Auch in Gemeinderaum von Moschee wird gewählt

Auf dem Gelände der Khadija Moschee in Berlin können Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen abgeben.

Warum das polarisiert und was der Bezirkswahlleiter sagt.

In Berlin-Pankow haben einige Wählerinnen und Wähler bei der Abgeordnetenhauswahl auf dem Gelände einer Moschee abgestimmt. „Kirchen und andere religiöse Einrichtungen sind schon längst als Wahllokale aktiv, und in dem Sinne ist es eine Art der demokratischen Neutralität oder der demokratischen Normalität, dass jetzt auch die Moschee als Wahllokal fungiert“, sagte Scharjil Khalid, Imam und islamischer Theologe in der Khadija-Moschee, am Wahltag.

Das Wahllokal auf dem Gelände der Moschee sei ein Zeichen, dass Islam und Muslime zu Berlin und Deutschland gehörten.

Der Tag sei einer der wichtigsten Tage der Demokratie, so Khalid.

Doch das Wahllokal im Gemeinderaum der Moschee wurde besonders in sozialen Medien auch kritisiert, wie Khalid berichtete.

Kritiker forderten eine klare Trennung von Staat und Religion.

Dem hielt der Imam entgegen, dass ebenso Kirchen und andere christliche Räume als Wahllokale genutzt würden.

Auch der Leiter des zuständigen Bezirkswahlamts Pankow , Marc Albrecht, sagte vor der Wahl: „Das ist alles Teil unserer Gesellschaft.“ Neben muslimischen Räumen werde auch in christlichen und jüdischen Gemeinderäumen gewählt. „Wir brauchen viele Wahllokale.

Wir stehen für einen vielfältigen Bezirk und haben daher auch Wahllokale in vielfältigen Objekten“, sagte Albrecht.

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