Faktencheck im Vermisstenfall: Was im Fall Scarlett belegt ist – und was nicht
Mehr als 640 Hinweise, aber keine Spur: Warum Scarletts Verschwinden im Südschwarzwald auch nach sechs Jahren so viele Fragen offenlässt.
Sechs Jahre nach dem Verschwinden der Wanderin Scarlett Salice im Südschwarzwald gibt es einen neuen Suchansatz - und zugleich viel Skepsis.
Ein privater Verein berichtet von einer Hundesuche im Wehratal, außerdem prüft die Polizei einen gefundenen Reißverschluss.
Das Verschwinden der jungen Frau bleibt rätselhaft.
Wenig ist sicher, vieles bleibt im Unklaren.
Was wir wissen - Scarlett Salice wollte am 10.
September 2020 zur letzten Etappe ihrer Wanderung auf dem Schluchtensteig zwischen Todtmoos und Wehr aufbrechen.
Sie stammt aus Bad Lippspringe (Ostwestfalen) und war damals 26 Jahre alt. - Sie war alleine auf der rund 120 Kilometer langen Route von Stühlingen nach Wehr (Kreis Waldshut) unterwegs.
Familie und Freunde hielt sie mit WhatsApp-Nachrichten auf dem Laufenden.- Scarlett wurde an dem 10.
September zuletzt nachweislich auf den Aufnahmen der Überwachungskamera eines Supermarkts in Todtmoos gesehen.
Sie trug dabei unter anderem ihren roten Trekking-Rucksack und Wanderschuhe. - Bis 10.48 Uhr bestand noch Kontakt über WhatsApp und Videotelefonie; danach war die junge Frau nicht mehr zu erreichen und es verliert sich ihre Spur.- Weil die erfahrene und gut durchtrainierte Scarlett nicht wie verabredet bei einer Freundin ankam, wurde sie als vermisst gemeldet.- Eine großangelegte Suche unter anderem mit Polizei, Bergwacht, Feuerwehr, Hubschraubern, Drohnen und Hundestaffeln blieb ohne Ergebnis.- Der Fall war Thema bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ - auch dieser Versuch blieb erfolglos.- Das Todesermittlungsverfahren wurde zweieinhalb Jahre nach dem Verschwinden eingestellt, weil es laut Polizei keine Hinweise auf eine Straftat gab.
Der Vermisstenfall bleibt offen.- Laut Polizei gehen weiterhin regelmäßig Hinweise ein.
Im Schnitt sind es drei bis vier pro Monat, insgesamt mehr als 640. - Der private Verein „Finderwille“ suchte am Wochenende mit rund einem Dutzend Spürhunden und berichtet, die Tiere hätten im Bereich des Wildensteinfelsens mehrfach angeschlagen - auf beiden Zugangswegen jeweils vor und hinter dem Wildensteinfelsen, der allerdings abseits des Schluchtensteigs liegt. - Die Polizei äußert sich skeptisch zur Aussagekraft solcher Hunde-Hinweise nach so langer Zeit.
Ein Polizeisprecher sagte, dass ihre speziell ausgebildeten Diensthunde nach so langer Zeit keinen Verwesungsgeruch mehr wahrnehmen könnten. - Die Polizei untersucht einen gefundenen Reißverschluss: Die Kriminaltechnik prüft, ob er Teil von Scarletts Rucksacks sein könnte.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.