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Ekstase in New York - Williams und Alcaraz lassen US Open beben

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Ekstase in New York - Williams und Alcaraz lassen US Open beben

Sie könnten Mutter und Sohn sein! Dieses Doppel elektrisiert New York! Bei den US Open findet das Mixed schon vor dem Turnierstart am kommenden Sonntag statt. Daher machen die Amerikaner da eine große Show draus, auch mit spektakulären Paaren. Das wohl spektakulärste: Serena Williams (44) und Carlos Alcaraz (23), mit ungewohnt langen Haaren. Vor einem Jahr waren sie nach einem Fehler seines Friseurs noch raspelkurz. Zusammen haben sie 30 Grand-Slam-Titel im Einzel geholt, sie 23, er sieben.

Nun also stehen beide zusammen auf dem Platz, spielen miteinander. Die Tennis-Ikone und der, der eine werden wird. Wenn der Körper hält. Es ist das erste Match des Spaniers seit Mitte April. Eine Handgelenksverletzung macht ihm seitdem zu schaffen. Noch immer umhüllt eine weißte Manschette seinen rechten Unterarm. Williams dagegen gab erst im Juni in London ihr Comeback auf der WTA-Tour, wird in New York auch noch Doppel mit Schwester Venus (46) spielen, wie vergangene Woche in Cincinnati.

Aber das hier in Flushing Meadows ist größer als die Einöde Ohios. Über 20.000 Leute sind ins größte Tennisstadion der Welt, das Arthur Ashe Stadium, gekommen – fast ausverkauft. Die Hütte brennt! Jeder Punkt, den speziell Williams macht, wird frenetisch bejubelt. Im Achtelfinale geht es in dem Wettbewerb mit eigenen Regeln (Sätze bis 4 bei zwei Spielen Vorsprung, Tiebreak bei 4:4, kein Vorteil bei 40:40) gegen die Neuseeländerin Erin Routliffe (31) und den Briten Lloyd Glasspool (32).

Schnell liegt das ungleiche Promi-Pärchen 1:3 hinten, hat zwei Satzbälle gegen sich. Starke Aufschläge haben weder Alcaraz noch Williams. Die Abstimmung fehlt natürlich. Was sie haben, ist Gnadenlosigkeit. Und unbeugsamer Wille. Sie wehren die beiden Satzbälle ab und starten eine furiose Wende. 5:3 holen sie den ersten Durchgang, den zweiten 4:1. Wäre das Dach zu, es würde abheben. Die Gegner, die nur in der Doppelrangliste geführt sind, kennen solche Auftritte nicht. Sie gaben den Stars den kleinen Finger, die rissen den beiden die Arme raus.

Williams: „Es ist immer fantastisch hier. Ich hätte nie erwartet, nochmal hierher zurückzukommen.“ 2022 beendete sie an selber Stelle ihre Karriere. Eigentlich. Nun spielt sie mit einem 21 Jahre Jüngeren hier. Und rockt die Bude. Zumindest bis zum Viertelfinale, das gleich anschließend stattfindet. Alexander Zverev (29) und Taylor Townsend (30) hätten die Gegner sein können, aber der Hamburger und die Amerikanerin verloren gegen Belinda Bencic (29) und Flavio Cobolli (24) 2:4, 2:4.

So durften also die Schweizerin, vor einem Jahr Zverevs Mixed-Partnerin, und der Italiener, im French-Open-Finale Zverev unterlegen, gegen Williams und Alcaraz ran. Und ließen den beiden beim 5:4, 4:1 nur kurz eine Chance. Alcaraz: „Jeder konnte sehen, wie ich vorm ersten Punkt auf den Platz kam. Ich war wirklich, wirklich nervös. Ich meine, es ist ja trotzdem ein Wettkampf, und man will sich gut präsentieren.“

Für die Nummer 3 der Welt war es die Generalprobe vor dem Einzel, wo jeder gespannt ist, wie er nach seiner Verletzung drauf ist. „Ich hatte viereinhalb, fast fünf Monate Pause.

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