Kurs auf Rot-Rot-Grün: Das könnte bei den Koalitionsgesprächen kritisch werden
Vor der Wahl gab es noch Ärger zwischen SPD, Linken und Grünen in Mecklenburg-Vorpommern.
Nun wollen sie sich zusammenraufen.
Doch die Koalitionsgespräche erfordern Opfer bei allen Beteiligten.
Muss Urgestein Till Backhaus als Minister in Mecklenburg-Vorpommern seinen Hut nehmen? Verzichten die Linken freiwillig auf ein Ressort? Und was ist eigentlich mit den Widersprüchen im Programm der drei Koalitionswilligen in Schwerin? Es gibt einiges, worin sich SPD , Grüne und Linke vor der Wahl aneinander gestoßen haben.
Allerdings gibt es auch große Schnittmengen.
Hier sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst: Personaldebatte: Immer Streit vorprogrammiert Seit 28 Jahren führt Till Backhaus in Schwerin das Landwirtschaftsressort, das später auch zum Umweltministerium wurde.
Er ist damit der dienstälteste Minister deutschlandweit.
Doch kommen noch weitere fünf Jahre dazu? Auf entsprechende Nachfrage reagierte der 67-Jährige dünnhäutig.
Für so eine Frage sei es viel zu früh, das werde nach den Koalitionsgesprächen entschieden, sagte er am Rande der ersten Sitzung der SPD-Fraktion nach der Landtagswahl.
Klar ist: Für die Grünen steht das Umweltressort schon aus Gründen der Selbstdefinition ganz oben auf der Liste.
Zugleich ist es unwahrscheinlich, dass Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf ihren langjährigen Vertrauten verzichten will, den sie dem Vernehmen nach im Vorfeld des Wahlkampfs gebeten hat, noch einmal zu kandidieren.
Bei der Wahl hat Backhaus – allen Querelen etwa um den Wal Timmy zum Trotz – geliefert und sein Direktmandat verteidigt.
Backhaus auf einem anderen Posten als dem des Landwirtschaftsministers ist ebenso schwer vorstellbar.
Hier ist also Streit vorprogrammiert. Ärger könnte es zudem generell um die Anzahl der Ministerposten geben.
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