Zeitplan wird konkreter - Führerschein kommt noch 2026 aufs Smartphone
Der Führerschein soll aufs Smartphone kommen – angekündigt ist das schon länger. Der Bund treibt die Digitalisierung wichtiger Dokumente bereits seit einiger Zeit voran. Beim digitalen Führerschein blieb es bislang allerdings bei den Vorbereitungen. Autofahrer warten deshalb weiter auf die praktische Umsetzung. Jetzt zeichnet sich erstmals ein genauerer Zeitplan ab.
Wie weit die Arbeiten inzwischen sind, verrät Richard Damm, Präsident des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Gegenüber „ Auto Motor und Sport “ erklärte er, die Entwicklung befinde sich in der finalen Phase. Er sei optimistisch, dass die Vorstellung wie geplant im vierten Quartal 2026 erfolgen könne. Einen genauen Starttag nannte er allerdings nicht.
Die neue Funktion soll in die bestehende i-Kfz-App des KBA integriert werden. Dort lässt sich seit November 2025 schon die Zulassungsbescheinigung Teil I speichern und bei einer Verkehrskontrolle digital vorzeigen. Laut Damm ist die App bereits auf mehr als zwei Millionen Handys installiert.
Auch das Bundesverkehrsministerium peilt Ende 2026 an. Wie genau der Führerschein dann gespeichert und abgerufen wird, ist aber noch offen.
Fest steht dagegen: Die bisherige Plastikkarte bleibt erhalten. Die digitale Variante soll lediglich eine zusätzliche Möglichkeit bieten. Wer die App nicht nutzen möchte, kann seinen Führerschein also weiterhin wie gewohnt mitführen.
Die gesetzliche Grundlage dafür ist bereits geschaffen. Ein im Mai verkündetes Gesetz sieht vor, dass alle mit einem gültigen deutschen Kartenführerschein (ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt) die digitale Variante beim KBA beantragen können.
Voraussetzung sind unter anderem ein geeignetes Mobilgerät und eine elektronische Identifizierung. Die Regelung gilt aber erst, wenn die Technik dafür bereitsteht.
Anfang 2027 soll die Fahrerlaubnis zusätzlich in die sogenannte EUDI-Wallet – die europäische digitale Brieftasche – einziehen. Dort sollen künftig verschiedene persönliche Nachweise gebündelt werden. Vorgesehen sind neben dem Personalausweis als digitalem Zwilling perspektivisch auch die Geburtsurkunde, der Führerschein, Zeugnisse und Fahrtickets.
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