Mullah-Verbündete eskalieren - Krieg ums Öl! Huthi-Terroristen blockieren wichtige Seestraße
Sanaa/Riad – Während Iran auf der einen Seite der Arabischen Halbinsel den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus massiv unter Druck setzt, schlagen jetzt seine Verbündeten auf der anderen Seite zu. Die vom Iran unterstützten Huthi-Terroristen im Jemen greifen Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen an. Gleichzeitig rücken ihre Kämpfer entlang der Küste des Roten Meeres vor. Nach Angaben eines Regierungsvertreters im Jemen haben die Terroristen eine Insel in der Meerenge Bab al-Mandab eingenommen und kontrollieren damit nun die wichtige Schifffahrtsstraße. Rund sieben Prozent der weltweiten Ölproduktion passieren die Meerenge.
Bei einer massiven Angriffswelle auf Saudi-Arabien wurden nach saudischen Angaben 73 Menschen verletzt, darunter Frauen und Kinder. Getroffen wurden zivile und wirtschaftliche Einrichtungen unter anderem in Abha, Jizan, Najran und Khamis Mushait. Brände brachen an Öl- und Versorgungsanlagen aus. Auch die wichtige Jizan-Raffinerie wurde beschädigt. Die Folge: Der Ölpreis ist auf dem höchsten Stand seit Mai. Am Freitagmorgen kostete ein Barrel Öl der Marke Brent rund 105 US-Dollar.
Jetzt sorgen Satellitenaufnahmen für zusätzliche Unruhe. Auf Bildern vom Donnerstag ist südöstlich von Medina eine gewaltige schwarze Rauchfahne zu erkennen. Der Brand stammt sehr wahrscheinlich von der East-West-Pipeline. Die Leitung transportiert saudisches Öl aus dem Osten des Landes quer durch die Wüste zum Rotmeer-Hafen Yanbu – und ermöglicht damit Exporte unter Umgehung der Straße von Hormus. Damit ist sie ein klares Ziel der Terror-Miliz.
Wie alarmiert Saudi-Arabien inzwischen ist, zeigt ein Bericht des US-Portals „Axios“. Kronprinz Mohammed bin Salman (41) soll US-Präsident Donald Trump (80) am Donnerstag gleich zweimal angerufen haben. Beim zweiten Telefonat habe bin Salman Trump aufgefordert, US-Angriffe gegen die Huthi zu starten. Trump lehnte dem Bericht zufolge ab. Die USA wollen Saudi-Arabien aber mit Geheimdienstinformationen und Daten für mögliche Angriffsziele unterstützen. Das ist eine bemerkenswerte Kehrtwende: Noch im Juli hatte Riad Washington signalisiert, mit der Huthi-Bedrohung selbst fertigzuwerden.
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