Chemiekonzern: Evonik bestätigt Abbau von 3.200 Stellen
Der Chemiekonzern setzt auf Wachstum in Asien und Amerika.
In Deutschland sollen an sechs Standorten neue Aufgaben verteilt werden.
Es ist nicht die erste Sparrunde.
Der Chemiekonzern Evonik treibt seinen Plan zum Abbau von 3.200 Stellen voran.
2.150 davon entfallen auf Deutschland, wie das Unternehmen in Essen mitteilte.
Evonik bekräftigte damit nach einer Strategieklausurtagung seine Umbaupläne, die das Unternehmen im Juni veröffentlicht hatte.
Das Produktportfolio werde nach Rollenprofilen geordnet, den sechs großen Produktionsstandorten in Deutschland würden spezifische Aufgaben zugeteilt, erklärte der MDax-Konzern. „Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter teilen eine Überzeugung: Wir befinden uns in einer strukturellen und ökonomischen Krise unserer Industrie“, sagte Übergangschef Claus Rettig laut Mitteilung.
Gute Chancen für Wachstum sieht Evonik besonders in Asien und Amerika, dort werden aktuell weitere Investitionsprojekte geprüft.
Chemiebranche steckt in der Krise Die Chemie zählt zu den größten Industriebranchen in Deutschland und steckt seit langem in der Flaute.
Ihre Anlagen sind unterdurchschnittlich ausgelastet.
Den Unternehmen machen teure Energie, US-Zölle, die schwache Konjunktur und Überkapazitäten am Weltmarkt zu schaffen.
Die Branche verbraucht viel Öl und Gas, zugleich spielen die Rohstoffe eine zentrale Rolle als Ausgangsstoffe etwa für Kunststoffe, Dünger, Medikamente, Lösungsmittel und Kosmetika.
Für das Gesamtjahr hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) im Sommer seine Produktionsprognose auf einen Rückgang um 1,5 Prozent abgesenkt.
Noch zu Jahresbeginn war man von einer Stagnation ausgegangen.
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