Fußball-Bundesliga: Drei für Klopp und sieben Punkte: Elversberg oben angekommen
Die SV Elversberg spielt erstmals Bundesliga - und hat an vier Wochenenden schon ordentlich für sich und seinen Spielstil geworben.
Felix Keidel erzählt von seinem Kennenlernen mit Jürgen Klopp.
Vincent Wagner stand mit der linken Hand in der Hosentasche in der riesigen Arena auf Schalke, als ob er sein Trainerleben lang nichts anderes gemacht hätte.
Ein 0:0 beim königsblauen Traditionsclub ist für die SV Elversberg das Ende der ersten Bundesliga-Etappe. „Vorher hätte ich es genommen.
Wenn Elversberg auf Schalke einen Punkt holt, sollte man zufrieden sein“, sagte Wagner.
Dabei klang durch: Ein Sieg war durchaus möglich.
In der Tabelle ist Elversberg mit sieben Punkten nicht nur der beste der drei Aufsteiger - sondern befindet sich nach vier von 34 Spieltagen auch vor Bundesliga-Größen wie RB Leipzig, Eintracht Frankfurt oder dem VfB Stuttgart. „Wir gehen mit einem guten Niveau in die Länderspielpause.
Wir können auf diesem Niveau Fußball spielen“, analysierte Wagner nach der Nullnummer vor über 60.000 Fans.
Wagner lobt beide Aufsteiger In Spiesen-Elversberg passen wegen der Bauarbeiten am Stadion derzeit nur etwas mehr als 9.000 Zuschauer ins Stadion.
Profis wie Harry Kane, Michael Olise oder Patrik Schick mussten sich bei ihren Gastspielen mit den Bayern und Bayer Leverkusen im Containerdorf umziehen.
Umso verblüffender ist der starke Start der Saarländer, die Leverkusen (3:2) und Gladbach (4:3 nach 1:3) besiegten und selbst gegen Serienmeister Bayern nur mit 1:2 verloren. „Ich finde es cool, auf welchem Weg beide Mannschaften sind“, sagte Trainer Wagner über seine SVE und Schalke, das ebenfalls für Aufruhr sorgte - mit einem Punktgewinn gegen die Bayern.
Wie sehr Elversberg auf dem deutschen Fußball-Radar angekommen ist, zeigt nicht nur die Bundesliga-Tabelle, sondern auch die Nominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp .
Keidel : „Mir geht es gut und Ihnen?“ Felix Keidel aus dem aktuellen Kader sowie die zuletzt bei der SVE aktiven Younes Ebnoutalib (inzwischen Eintracht Frankfurt) und Bambasé Conté (TSG Hoffenheim) zählen zu Klopps XXL-Aufgebot für die anstehenden Partien der Nations League.
Keidel selbst wirkte total verblüfft. „Ich habe erst gefragt, ob er mich verarscht, aber es war dann wahr“, sagte der 23-Jährige, der von der Auswahl für das Aufgebot als Erstes nicht vom Bundestrainer selbst, sondern von seinem Elversberger Co-Trainer Mike Frantz erfuhr.
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