Modernisierte Kanalisation: Transportsiel in Altona geht wieder in Betrieb
Zehn Meter stürzt das Abwasser in Altona im Strudel in die Tiefe.
Der Schacht musste erneuert werden, ohne die Leitung stillzulegen.
Das Transportsiel Altona ist wieder in den regulären Betrieb gegangen.
Dafür wurden 17 Abwasserschächte der zentralen Kanalisation im Hamburger Westen zwei Jahre lang saniert, wie Hamburg Wasser mitteilte.
Die Leitung transportiere täglich das Abwasser von etwa 300.000 Menschen unter der Elbe hindurch bis zum Klärwerk im Hamburger Hafen, so der städtische Wasserversorger. „Und die Idee ist natürlich, dass das dann viele Jahrzehnte zukünftig hält“, sagte Martin Gerhardt, Geschäftsführer von Hamburg Wasser, bei der Begehung eines sanierten Abwasserschachtes.
Was ist ein Wirbelfallschacht? Die unterirdischen Abwasserkanäle werden in Hamburg Siel genannt.
Damit Abwasser über das Sielnetz ins Klärwerk kommt, wird es durch große Abwasserschächte mit einem Gefälle in die Tiefe geleitet.
Am Schacht in Altona gebe es laut Hamburg Wasser eine Besonderheit: In einer Schnecke, einem sogenannten Wirbelfallschacht, fällt das Abwasser im Strudel zehn Meter tief und wird dann über das anschließende Siel zum Klärwerk transportiert.
Der gesamte Schacht ist 23,8 Meter unter der Erde.
Wie wurden die Schächte erneuert? Bei Kontrollen habe Hamburg Wasser festgestellt, dass die Siele in einem guten Zustand seien.
Allerdings waren die gemauerten Schächte von den Schwefelsäuren aus den Abwässern zerfressen, wie es der Geschäftsführer beschrieb.
Das brüchige Mauerwerk wurde deshalb mit korrosionsbeständigen weißen Platten ausgekleidet.
Leitern, Geländer und Betonplatten im Inneren der Schächte wurden ebenfalls erneuert.
Da das Transportsiel in Altona dauerhaft große Mengen Abwasser transportiert, konnte Hamburg Wasser es für die Bauarbeiten nicht stilllegen.
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