IG Metall: IG Metall will Aufschlag für Beschäftigte in gut verdienenden Firmen
Die IG Metall schlägt einen Gehaltsaufschlag für Beschäftigte von Firmen mit guten Umsätzen in der diesjährigen Tarifrunde vor. Autokonzerne und Zulieferer stünden sehr unter Druck, sagte IG-Metall-Bezirkschef Küste, Daniel Friedrich, der Süddeutschen Zeitung . Rüstung , Medizintechnik und andere Bereiche verdienten hingegen sehr gut. »Wir brauchen einen Tarifabschluss, der allen gerecht wird«, sagte Friedrich.
Die IG Metall legt demnach voraussichtlich Mitte September ihre Gehaltsforderung vor. Ein Gehaltsaufschlag für gut verdienenden Firmen könnte es der Gewerkschaft erleichtern, einem moderaten Lohnabschluss für die gesamte Metall- und Elektroindustrie zuzustimmen.
Der IG-Metall-Bezirkschef Nordrhein-Westfalen, Knut Giesler, sagte : »Denkbar wäre, das T-Geld zu erhöhen, wenn ein Betrieb eine bestimmte Umsatzrendite erwirtschaftet.« Das Transformationsgeld, kurz T-Geld, ist eine jährliche tarifliche Sonderzahlung in der Metall- und Elektroindustrie in Höhe von 18,4 Prozent des individuellen durchschnittlichen Monatsgehalts. Es kann bei schlechter wirtschaftlicher Lage eines Unternehmens gekürzt, verschoben oder ausgesetzt werden. Im Zweifelsfall sei »in diesen Zeiten« auch »ein neues Werkzeug« nötig für Unternehmen, denen es besonders schlecht geht, sagte Giesler.
Forderungen etwa nach Abschaffung der 35-Stunden-Woche wies Giesler zurück. Mit einer 40-Stunden-Woche würden die Unternehmen die hochsubventionierten chinesischen Hersteller nicht schlagen. Dafür bedürfe es einer Industriepolitik, die wichtige Branchen weiterentwickele und die Energiekosten reduziere.
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