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"Breitscheidplatz 19/12": Das Versagen der Behörden

Deutsche Welle ·

"Breitscheidplatz 19/12" (internationaler Titel: "Blindspot Berlin") feierte Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival. Die Serie beleuchtet die einjährigen polizeilichen Ermittlungen, die nicht verhindern konnten, dass Anis Amri - ein Tunesier, dessen Asylanträge abgelehnt worden waren und der den deutschen Sicherheitsbehörden bereits bekannt war - am 19. Dezember 2016 mit einem entführten Lkw durch einen belebten Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz raste. Es war der bislang schwerste dschihadistische Anschlag auf deutschem Boden.

Zwölf Menschen kamen an dem Tag ums Leben, inklusive Lukasz Urban, der polnische LKW-Fahrer, den Amri erschossen hatte, bevor er dessen Fahrzeug entführte. Dutzende weitere wurden verletzt; ein 13. Opfer starb 2021 an den Spätfolgen der beim Anschlag erlittenen Verletzungen. Amri floh vom Tatort und durchquerte Europa, bevor er vier Tage später bei einer routinemäßigen Ausweiskontrolle in der Nähe von Mailand von der italienischen Polizei erschossen wurde.

"Was hinter den Kulissen dieses Anschlags geschah, ist in vielerlei Hinsicht ebenso beunruhigend", sagt David Nawrath, Regisseur von "Breitscheidplatz 19/12". Es sei "ein Bild von überforderten Institutionen, systemischem Versagen und einer erschreckenden Blindheit gegenüber der Bedrohung, die sich direkt vor unseren Augen entwickelte."

Die Handlung setzt im Jahr vor dem Anschlag ein. Sie begleitet den Polizeiermittler Frank Laudin (Albrecht Schuch, bekannt aus "Systemsprenger" und "Im Westen nichts Neues") und die Arabisch-Übersetzerin Isra Al-Husseini (Bayan Layla) bei ihrem Versuch, in das salafistische Umfeld des Predigers Abu Walaa einzudringen. Der in Hildesheim ansässige Iraker rekrutierte nach Erkenntnissen der Behörden Anhänger für den " Islamischen Staat " (IS). Frank rekrutiert Murat (Tamer Trasoglu), der als verdeckter Informant sein Leben riskiert. Innerhalb des Netzwerks stoßen sie auf Amri: unberechenbar und immer gefährlicher werdend.

Doch trotz wiederholter Warnungen nehmen ihre Vorgesetzten die Bedrohung nicht ernst. Sie schließen Amri als möglichen Terroristen aus, unter anderem weil er auch als Drogendealer tätig ist - was die Behörden als unvereinbar mit dem Dasein als radikaler Islamist ansehen.

Die Autoren und das Produktionsteam der Serie haben sich bei "Breitscheidplatz 19/12" eng an die Fakten des Amri-Falls sowie an die jahrelangen parlamentarischen Untersuchungen zu den institutionellen Versäumnissen gehalten. Die Hauptfiguren der Serie - Frank, Isra und Murat - sind allerdings fiktiv.

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"Wir haben versucht, uns so nah wie möglich an das zu halten, was über den Anschlag und die Hintergründe bekannt ist", erklärte Produzent Simon Amberger gegenüber der DW. "Es gibt noch vieles, was nicht bekannt und nur Spekulation ist. Dort haben wir versucht, die Dinge offen zu lassen."

Die Fakten des Falles sprechen bereits für sich.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

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