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Kultur

Reformpolitik des Bundes: Brandbrief aus der schleswig-holsteinischen SPD

Stern ·
Reformpolitik des Bundes: Brandbrief aus der schleswig-holsteinischen SPD

Es gärt in Teilen der Nord-SPD.

Vier Kreisverbände aus Schleswig-Holstein fordern in einem offenen Brief eine Kurskorrektur der Bundespolitik und kritisieren geplante Sozialreformen deutlich.

Aus vier Kreisverbänden der schleswig-holsteinischen SPD kommt scharfer Gegenwind zu den Reformvorhaben der Bundesregierung.

In einem offenen Brief an den Bundesvorstand, die SPD-Minister in der Bundesregierung und die SPD-Bundestagsabgeordneten fordern die Kreisverbände Kiel, Dithmarschen, Schleswig-Flensburg und Stormarn eine deutliche Kurskorrektur.

Reformen seien notwendig, aber: „Diesen Kurs wollen wir so nicht.

Dieser Kurs ist falsch“.

Der Brief sei von den Kreisvorständen beschlossen worden, sagte der Kieler CO-Vorsitzende Enrico Tokar.

Reform dürfe nicht „zum Etikett für eine Politik werden, bei der ausgerechnet Beschäftigte, Kranke, Familien, Menschen mit Behinderungen, Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Menschen mit kleinem und mittlerem Einkommen einen überproportionalen Teil der Last tragen“, heißt es in dem Schreiben.

Kreisverbände kritisieren soziale Schieflage der Reformvorhaben Die Kritik richte sich nicht nur gegen eine einzelne Maßnahme, es gehe um die summe der Vorhaben.

Die Verfasser nennen unter anderem mehr Druck auf erkrankte Beschäftigte, längere Unsicherheit durch sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen, steigende Sozialbeiträge, die Debatte über einen späteren Renteneintritt für Menschen mit jahrzehntelanger Erwerbsbiografie und mögliche Einschnitte bei Familien und Alleinerziehenden.

Scharf kritisieren die vier Kreisverbände, dass weiterhin „keine angemessene Beteiligung großer Vermögen, sehr hoher Einkommen und großer Erbschaffen“ geplant sein.

In den vier unterzeichnenden Kreisverbänden gebe es neben Unmut auch Austritte und den Rückzug aus der aktiven Parteiarbeit. „Menschen verlassen unsere Partei, weil sie den Eindruck haben, dass unsere sozialdemokratische Wertebasis weiter erodiert.“ Die SPD verliere, weil viele Menschen sie nicht mehr als sozialdemokratisch erkennen.

Als eine Konsequenz müssten Parteivorsitz und Regierungsamt getrennt werden.

Zehn Forderungen an SPD-Führung und Bundestagsabgeordnete Die Kreisverbände formulieren zehn Forderungen an den Bundesvorstand, die SPD-Regierungsmitglieder und die SPD-Bundestagsabgeordneten.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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