Baufinanzierungen immer teurer: Mit diesen Forward-Darlehen trotzen Immobilienbesitzer den steigenden Zinsen
Baufinanzierungskunden, deren Zinsbindung demnächst endet, müssen bei der Anschlussfinanzierung mit dramatisch höheren Belastungen rechnen. Forward-Darlehen können den Schaden zumindest begrenzen. Wo Kunden die besten Offerten finden, hat die FMH-Finanzberatung ermittelt.
Es kommen schwierige Zeiten auf die Immobilienbesitzer zu, deren Zinsfestschreibung in den nächsten Jahren ausläuft. Viele dieser Hausbesitzer haben ihr ursprüngliches Baudarlehen für weniger als zwei Prozent abgeschlossen. Nun fallen auf die Restschuld fast doppelt so hohe Zinsen an - oder sogar noch mehr.
Ein Blick auf die Indikatoren für die Zinsentwicklung verheißt jedenfalls nichts Gutes. Denn die Entwicklung der Bauzinsen läuft immer parallel zur Entwicklung der Renditen für deutsche Bundesanleihen. Und die kennt aktuell nur eine Richtung: aufwärts.
Die Gründe für diesen Trend sind vielfältig. Zwar hat man sich fast schon daran gewöhnt, dass die Weltpolitik sich von einem Ausnahmezustand zum nächsten hangelt: Doch Kriege, Haushaltslöcher und die anhaltend hohe Inflation hinterlassen inzwischen deutliche Spuren, auch in der Finanzwelt.
Viele Investoren halten es inzwischen nicht mehr für ausgemacht, dass selbst reiche Länder, wie die USA, ihre Schulden zurückzahlen können: Diese Bedenken in die Wirtschaftskraft eines Landes und in die Verlässlichkeit eines Staates, schlagen sich in Risikoaufschlägen für Staatspapiere nieder.
Entsprechend hoch sind denn auch Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen. Sie liegen derzeit bei 4,8 Prozent. In Frankreich und Italien erhalten die Investoren etwa 4,2 Prozent. Die Bundesanleihe rentiert bei 3,4 Prozent - Tendenz steigend. Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt und den Diskussionen über ein Vertagen der angekündigten Reformen dürfte das Vertrauen in Deutschland jedenfalls nicht unbedingt steigen.
Für Immobilienbesitzer sind das keine guten Nachrichten. Zumindest aber lässt sich ihr Zinsschaden bei der anstehenden Anschlussfinanzierung begrenzen - indem sie schon heute ein Forward-Darlehen abschließen. Das ist mit einer Vorlaufzeit von bis zu 60 Monaten möglich und bietet eine Absicherung gegen (weiter) steigende Zinsen.
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