Nürnbergs Super Stürmer Zoma - Chatzi erklärt den Transfer-Stopp
Diese Transferentscheidung ist beim 1. FC Nürnberg so bemerkenswert wie der furiose Saisonstart mit drei Siegen in Folge. Der FCN lehnte millionenschwere Angebote für seinen Superstürmer Mohamed Ali Zoma (22/schon 4 Saisontore) ab. (BILD berichtete). Ein bislang einmaliger Vorgang in der Vereinsgeschichte. Jetzt erklärte Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) die Hintergründe.
„Der Gedanke war schon von Beginn an da. Wir wussten jedoch nicht, inwieweit wir das wirtschaftlich realisieren können. Das gehört auch zur Wahrheit. Aber wir wussten, dass wir zwei gute Innenverteidiger haben, die einen hohen Marktwert haben, so dass wir wirtschaftlich abgesichert waren. Wir haben sehr gute Angebote bekommen. Dass wir uns Zoma in diesem Jahr tatsächlich leisten können, ist Luxus. Dessen sind wir uns bewusst.“
„Es war eine Entscheidung, bei der alle im Verein dahinterstanden. Sie war mit den anderen beiden Vorständen und dem Aufsichtsrat abgestimmt. Wir können nicht in die Glaskugel schauen, aber wenn Momo die Entwicklung nimmt, die wir uns erhoffen, dann hat er in einem Jahr mindestens dasselbe Preisschild, wenn nicht sogar noch einhöheres. Zum Beispiel wenn er eventuell für die italienische Nationalmannschaft spielt.“
„Wir wissen aber auch, dass es eine Frage der Zeit ist, bis wir ihn irgendwann verkaufen, weil der Junge seine Schritte machen wird. Aber für dieses Jahr war uns wichtig, ein bisschen was zurückzugeben. Auch was den sportlichen Erfolg angeht.“
„Ich kann nachvollziehen, dass der Junge mit den Preisschildern, die es gab und dem entsprechenden Salär, dann mit dem Nachdenken beginnt und sich Gedanken darüber macht. Ich habe ihm die Vorzüge der Mannschaft genannt und auch des Umfelds. Ich glaube, dass es ihm guttut, dass er bei uns nicht nur eine Nummer ist wie vielleicht bei einem neuen Verein, sondern dass er einfach auch hier eine Mannschaft führen kann. Die Leute lieben ihn hier. Ich habe ihm auch gesagt: „Du spielst jetzt 2. Bundesliga und trotzdem hat dich der italienische Verband auf dem Schirm, weil ich dort Freunde habe und wusste, dass sie Interesse haben.“
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