CSU-Chef stellt sich vor Merz - Söder räumt Kanzlertausch-Gerüchte um Dobrindt ab
München – Die Union ist schwach wie nie, kommt in einer aktuellen Umfrage nur noch auf 18 Prozent. Die AfD hingegen liegt bei 29 Prozent. Durch Berlin wabern Gerüchte vom Kanzler-Tausch, auch der Name von Innenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) wird immer wieder genannt. Markus Söder (59), CSU-Chef und Bayern-Regent, hat die Spekulationen um seinen Parteifreund jetzt abgeräumt!
Bei einem Besuch von Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) in München betonte Söder: „All diese Diskussionen, die jetzt in Berlin geführt werden, nutzen nicht dem Land. Ich glaube nicht einmal, dass sie der Demokratie nützen. Im Gegenteil.“ Deswegen wolle er sich an „sowas“ auch nicht beteiligen, hielt Söder fest. Zuvor hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (51), der zugleich CDU-Vize ist, erklärt: „Es braucht dieses CSU-Gen in der aktuellen Phase. CSU-Gen heißt: sich den Menschen zuzuwenden, miteinander im Gespräch zu sein und nicht nur zu erklären und vor allen Dingen nicht zu belehren.“ Darauf angesprochen, ob es nun das „CSU-Gen“ brauche, wiegelt Söder ab: „Michael Kretschmer und Jo Wadephul, das sind unterschiedliche Profile aus der CDU.“ Und weiter: „Unser Feind, der Feind für die Demokratie, wie wir sie verstehen, das ist das Weltbild und das ist die Geschichtsidee, die die AfD hat.“ Söder betonte: „Wir müssen uns dagegen wehren.“ Sich zu wehren heiße, sich nicht gegenseitig aufzustacheln, und nicht auf all das einzugehen, was in der Berliner Blase diskutiert werde.
Wadephul legte nach: „Gemeinsam sind wir stark, und das wird sich auch in dieser Situation bewähren. Wir müssen jetzt unsere Arbeit machen.“ Der Außenminister betonte: „Ich kenne auch keinen einzigen Vorschlag aus der AfD, wie wir denn unsere Sozialversicherungssysteme zukunftsfest machen können. Wer glaubt, dass man eine Rentenreform mit der AfD durchbringen könnte, die dieses Land zukunftssicher macht, der irrt sich. Das wird nicht möglich sein.“
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