Staatsmodernisierung: »Ohne Druck keine Veränderung«
DIE ZEIT: Frau Jäkel, Herr Voßkuhle, Sie haben 2025 gemeinsam mit Thomas de Maizière und Peer Steinbrück Vorschläge gemacht für eine grundlegende Modernisierung des Staates . Was ist gut anderthalb Jahre später daraus geworden?
Julia Jäkel: Viele Vorschläge sind zu Regierungshandeln geworden. Es gibt ein Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, das hatte vorher niemand auf dem Zettel. Der Begriff »Staatsmodernisierung« ist im politischen Wortschatz angekommen. Vor allem aber gibt es zwei Modernisierungsagenden, die des Bundes und eine besonders eindrucksvolle, die föderale. Gerade die Länder reformieren ihre Strukturen beherzt. Es tut sich also was in unserem Land. Ich gestehe aber: Manchmal ist es frustrierend, zu erleben, dass Bälle, die auf dem Elfmeterpunkt liegen, einfach nicht ins Tor geschossen werden.
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