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„Die Zeit gewinnt immer“ - Börsen-Legende Warren Buffett hört auf

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„Die Zeit gewinnt immer“ - Börsen-Legende Warren Buffett hört auf

Omaha – Warren Buffett (96) gibt auch seinen letzten Chefposten bei Berkshire Hathaway ab. Die Investment-Legende tritt mit sofortiger Wirkung als Vorsitzender des Verwaltungsrats zurück. Sein Sohn Howard Buffett (71) übernimmt. Buffett ist weit mehr als nur ein Firmenchef. Kaum ein Investor hat die Börsenwelt über Jahrzehnte so geprägt wie er. Millionen Anleger verfolgen seine Käufe, seine Aktionärsbriefe und seine oft erstaunlich einfachen Regeln zum Investieren.

Buffett hatte Berkshire Hathaway 1965 übernommen. Damals war das Unternehmen noch eine angeschlagene Textilfirma. Mehr als 60 Jahre später ist daraus ein Konzern mit einem Börsen wert von rund einer Billion Dollar geworden.

Für Anleger wurde Buffett zur Ausnahmeerscheinung: Unter seiner Führung erzielte Berkshire über Jahrzehnte enorme Wertzuwächse. Wer früh auf Buffett setzte und durchhielt, konnte ein Vermögen aufbauen. Deshalb bekam er den Spitznamen „Orakel von Omaha“. Buffett hatte sich bereits Anfang 2026 aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Damals übergab er den Chefposten an seinen langjährigen Vertrauten Greg Abel (64).

Buffett blieb aber Verwaltungsratschef – und damit weiter an der Spitze seines Lebenswerks. Jetzt gibt er auch diesen Posten ab. Ganz weg ist Buffett trotzdem nicht. Er bleibt Mitglied im Verwaltungsrat und Aktionär und soll Berkshire weiter beraten. Künftig trägt er den Titel „Ehrenvorsitzender“ („Chairman Emeritus“).

Howard Buffett wird dabei nicht neuer Konzernchef. Das Geschäft führt weiter Greg Abel. Howard soll vor allem darauf achten, dass die besondere Kultur und die Werte des Konzerns erhalten bleiben.

Buffett selbst beschreibt die Aufteilung so: Greg führt das Unternehmen, Howard schützt Kultur und Werte. Für Anleger ist der Wechsel trotzdem wichtig. Berkshire Hathaway war über Jahrzehnte eng mit einer einzigen Person verbunden: Warren Buffett. Seine Entscheidungen galten vielen Investoren als Orientierung dafür, welche Firmen langfristig wirklich Geld verdienen können. Nun endet auch seine letzte offizielle Führungsrolle. Buffetts trockener Kommentar zum Rückzug: „Die Zeit gewinnt immer.“

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