Prozess vor Landgericht: Versuchter Mord an Ehefrau: Angeklagter zeigt Reue
Ein 37-Jähriger steht in Kiel vor Gericht: Er soll versucht haben, seine Ehefrau mit einem Messer zu töten.
Die Staatsanwaltschaft spricht von Heimtücke – doch dem Angeklagten fehlen Erinnerungen.
Nach einem Messerangriff auf seine Ehefrau im vergangenen Jahr steht ein 37-jähriger Mann wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Kiel.
Der angeklagte Afghane soll versucht haben, aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch einem Menschen das Leben zu nehmen, sagte Staatsanwältin Ulrike Nützelmann.
Dafür sei er im Dezember 2025 zu der von ihm getrennt lebenden Frau nach Neumünster mit zwei Messern und einem Beil gefahren.
Er hatte das gemeinsame vierjährige Kind dabei, um seine Ehefrau dazu zu bringen, die Tür zu öffnen.
Als dies nicht gelang, gab er nach Angaben der Staatsanwältin vor, auf die Toilette zu müssen.
Nachdem die Frau die Tür geöffnet hatte, soll der Angeklagte unvermittelt mit einem Einhandmesser mit neun Zentimeter langer Klinge zugestochen haben – in Anwesenheit des Vierjährigen und der gemeinsamen zehnjährigen Tochter.
Gleichzeitig habe er über einen Bluetooth-Lautsprecher ein Liebeslied abgespielt.
Auch als die Frau bereits am Boden lag, soll der Mann weiter auf ihren Oberkörper eingestochen haben.
Sie erlitt 15 Stichverletzungen sowie Abwehrverletzungen an Hand und Arm.
Zudem soll er ihr das Messer durchs Gesicht gezogen haben, um sie nach Darstellung der Staatsanwältin für andere Männer unattraktiv zu machen.
Anschließend stach er sich demnach mit einem Teppichmesser mehrfach in den Hals.
Angeklagter mit Erinnerungslücke Die Frau überlebte trotz der Verletzungen und eines massiven Blutverlusts nur, weil die Tochter aus dem Fenster um Hilfe rief und so Rettungskräfte rechtzeitig eintrafen.
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