1. Training als Chef - Lichte macht die Schotten dicht
Am Sonntagmorgen, nur wenige Stunden nach dem 0:5-Debakel beim SC Freiburg, hatte sich Gladbach nach fast exakt einem Jahr von Trainer Eugen Polanski (40) getrennt. Am Dienstagmorgen stand nun für die Fohlen die erste Trainingseinheit in der Woche vor dem so wichtigen Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im ista-Borussia-Park gegen den FSV Mainz 05 auf dem Programm. Und da feierte Jan-Moritz Lichte (46), in der Sommerpause gemeinsam mit Markus Gellhaus (56) eigentlich als Co-Trainer und Helfer für Polanski verpflichtet, seine Premiere als Cheftrainer bei Borussia.
Bei dem ursprünglich als „öffentliche Einheit“ angekündigten Training durften die Fans und die Medien allerdings nur 20 Minuten dabei sein. Dann mussten alle Zuschauer den Trainingsplatz verlassen, die Türen des Geländes wurden abgeschlossen – Lichte macht die Schotten dicht. Auch für den Rest der Woche: Sowohl das zweite Training am Dienstagnachmittag als auch die Einheiten am Mittwoch, Donnerstag und Freitag werden „nicht-öffentlich“ sein. Damit sich Interimscoach Lichte, der auch bei einem Erfolg über Mainz definitiv nicht auf Dauer zum Chef befördert wird, in aller Ruhe mit der Mannschaft auf die Partie einstellen kann. Und dabei möglicherweise auch ganz neue Dinge einstudieren kann. Nach BILD-Informationen hat Lichte von Sport-Boss Schröder dafür alle Freiheiten bekommen, auch bei personellen Entscheidungen (BILD berichtete).
Die Bundesliga -Bilanz von Lichte als Chef ist allerdings definitiv ausbaufähig: In der Saison 2020/21 hatte Lichte ausgerechnet bei Samstag-Gegner Mainz elf Liga-Spiele als Cheftrainer absolviert. Neben sieben Niederlagen und drei Unentschieden gelang Gladbachs Interimscoach dabei nur ein einziger Sieg – mit einem 3:1 in Freiburg. Ausgerechnet dort, wo Borussia am letzten Samstag mit 0:5 untergegangen war und das Polanski-Aus besiegelt wurde …
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