Schweitzer: Schweitzer geht nach Berlin – Sozialpolitik treibt ihn um
Seit Ex-Ministerpräsident Alexander Schweitzer im März die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz verloren hat, wird darüber spekuliert, dass er nach Berlin gehen könnte.
Jetzt gibt es Gewissheit.
Das Amt eines Arbeits- und Sozialministers kennt Alexander Schweitzer gut – zumindest aus Länderperspektive.
In Rheinland-Pfalz stand der Pfälzer dem Ministerium gleich zweimal vor: von 2013 bis 2014 und von 2021 bis 2024.
Dazwischen war er SPD-Fraktionschef im Landtag.
Nach dem Rücktritt von Malu Dreyer ( SPD ) war Schweitzer knapp zwei Jahre Ministerpräsident.
Die explodierenden Kosten in der Sozialpolitik waren zusammen mit Kommunalfinanzen, Wirtschaft und Bildung sein politischer Schwerpunkt.
Auch als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz machte er sich für diese Themen stark. „Er ist Arbeits- und Sozialpolitiker aus Leidenschaft“, heißt es in der Landespartei.
Bei der Landtagswahl im März 2026 stellte sich der 2,06 Meter große Mann als Ministerpräsident erstmals dem Votum der Wähler – und verlor.
Stattdessen gelang es der CDU mit Gordon Schnieder nach 35 Jahren wieder stärkste Kraft im Bundesland von Helmut Kohl zu werden.
Schweitzer führte Koalitionsverhandlungen – nicht im Kabinett Schweitzer führte für die SPD die Koalitionsverhandlungen der ersten schwarz-roten Landesregierung in Rheinland-Pfalz .
In Schnieders Kabinett trat er aber nicht ein.
Das hatte er schon im Wahlkampf ausgeschlossen.
Er wurde erneut Fraktionschef im Landtag und kommissarischer Parteichef – gewählt ist der 53-Jährige in dem Amt bisher nicht.
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