Huthi-Miliz im Jemen übernimmt Kontrolle über wichtige Meerenge Bab al-Mandab
Die Huthi-Miliz hat laut der jemenitischen Regierung nach einer einwöchigen Offensive in dem Land alle Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab erobert und die strategisch wichtige Wasserstraße unter ihre Kontrolle gebracht.
Ein Regierungsbeamter erklärte am Freitag zudem, die pro-iranische Miliz kontrolliere nun die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer.
Die Bundesregierung nannte den Vorstoß der Kämpfer „besorgniserregend“.
Die Miliz selbst erklärte, es gäbe keinen Anlass zur Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt.
Nach den Inseln Majjun und Sukar habe die vom Iran unterstützte Miliz nun auch die beiden Hanisch-Inseln unter ihre Kontrolle gebracht, sagte ein Armeevertreter der Nachrichtenagentur AFP.
Damit kontrolliere sie nun alle vier Inseln in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab .
Die Huthi-Miliz greift im Zuge des Iran-Kriegs seit Juli saudiarabische Tanker an.
Die Einnahme der Inseln - insbesondere der zentral in der Meerenge gelegenen Insel Majjun - erleichtert der Miliz diese Angriffe.
Bab al-Mandab zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt und verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean.
Besonders für den Export von saudiarabischem Öl ist sie zentral.
Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen.
Ein Vertreter der Regierung des Jemen hatte zuvor bereits erklärt, dass die Miliz nach dem Rückzug der Regierungstruppen ihre Übernahme des Gebiets Bab al-Mandab abgeschlossen habe.
Ein Augenzeuge berichtete, bewaffnete Männer würden „entlang der Küste von Bab al-Mandab Posten beziehen und mit Militärfahrzeugen umherfahren.“ Später sagte ein Regierungsvertreter AFP, die Miliz habe die gesamte Küste des Landes am Roten Meer unter ihre Kontrolle gebracht.
Sämtliches Gebiet unter Regierungskontrolle „an der Westküste“ sei an die Huthis gegangen, betonte er.
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