Niederrheinpokal gegen Bezirksligist - Kult-Star bei Fortunas Tor-Party abgefeiert
Auf dem Platz im alten Paul-Janes-Stadion passierte das, was zu erwarten war. Doch daneben hatte es vor dem Spiel im Niederrheinpokal eine Überraschung gegeben, die die Fans so richtig freute.
Bei der Ochsentour auf dem Weg in den DFB-Pokal hat Fortuna Düsseldorf gegen Bezirksligist Altstaden die zweite von bestenfalls sechs Hürden genommen und klar mit 12:0 (4:0) gewonnen. Dabei kehrte ein Ex-Star zurück und ließ sich von den Fans feiern, der im Mai noch ganz bittere Tränen mit ihnen vergossen hatte. Florian Kastenmeier (29) ließ sich erstmals seit dem Abstieg und seinem folgenden Abschied bei Fortuna blicken. Anders als so viele andere aus der Trümmertruppe des letzten Jahres ist der Torhüter trotz des Absturzes und des Verzichts auf eine Vertragsverlängerung ein Klub-Held geblieben, die Zuschauer feierten ihn mit „Kastenmeier, Kastenmeier, Kastenmeier“-Rufen. Und von vielen seiner alten Weggefährten gab es herzliche Umarmungen.
Im Sommer war Samir Arabi (47) daran gescheitert, den ehemaligen Kapitän von einer Zukunft in der 3. Liga zu überzeugen. Nach vielen Wochen der Ungewissheit muss man sagen: Kastenmeier hat alles richtig gemacht. Denn mittlerweile kickt er bei Feyenoord Rotterdam, wo er zwar nur Ersatz ist, dafür aber auf der Bank zuletzt hautnah die Champions League im Camp Nou beim FC Barcelona (1:5) erlebt hat.
Statt Königsklasse gab es für ihn diesmal mit dem Niederrheinpokal die ganz bittere Realität eines Drittligisten zu sehen. Immerhin gab es da gegen den total überforderten Bezirksligisten, bei dem während des Tages die Spieler noch in ihren Alltags-Jobs geackert hatten, aber keinerlei Schwierigkeiten. Schon nach fünf Minuten war die Partie durch, nachdem Jomaine Consbruch (24/2.) und Lukas Eixler (22/5.) getroffen hatten. Eric Hottmann (26/12.) und wieder Eixler (21.) erhöhten auf 4:0, danach schaltete Fortuna bis zur Pause in den Sparmodus.
In der zweiten Halbzeit trat Düsseldorf wieder aufs Gaspedal, Hottmann traf in der 50. Minute per Foulelfmeter, den er selbst herausgeholt hatte, zum 5:0. Andreas Müller (26/62.), Matthias Zimmerman (34/67.), Fabian Schleusener (34/75.), Hottmann (81./86.) und Schleusener (87./90.) sorgten für einen standesgemäßen Erfolg gegen den Achtligisten. Gegen wen es im Achtelfinale des Niederrheinpokals weitergeht, entscheidet sich bereits bei der Auslosung am Donnerstag.
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