„Kriminelle Misswirtschaft“: Uefa will Strafverfahren gegen Fifa-Boss Infantino
Die Uefa zieht eine neue Karte im Machtkampf mit Gianni Infantino: Der europäische Fußball-Verband will gegen den Fifa-Boss Strafanzeige erstatten.
Inmitten des Machtkampfes mit Gianni Infantino erhöht die Europäische Fußball-Union (Uefa) den Druck massiv und bereitet im Zusammenhang mit dem inzwischen verworfenen Investorenplan eine Strafanzeige gegen den Fifa-Chef vor.
Dies geht aus einem 60-seitigen Dokument hervor, über das britische Medien am Donnerstag zuerst berichteten und das dem Sport-Informations-Dienst vorliegt.
Darin heißt es: Die Uefa und andere interessierte Parteien bereiteten derzeit „die Einleitung eines Strafverfahrens in der Schweiz gegen Infantino und möglicherweise weitere Fifa-Funktionäre und -Berater wegen krimineller Misswirtschaft gemäß Artikel 158 des Schweizer Strafgesetzbuches" vor.
Uefa fordert weiterhin Rückzug von Gianni Infantino Der europäische Verband fordert nach wie vor Infantinos Rückzug. Über weitere Schritte beriet die Uefa am Donnerstag.
Rund um die Auslosung zur Champions League in Monaco trafen sich die 55 nationalen Verbandsbosse um DFB-Präsident Bernd Neuendorf und das Exekutivkomitee um Hans-Joachim Watzke.
Die Boykott-Drohung der Uefa ist dagegen wohl vom Tisch.
Hintergrund ist die angebliche Zusage der Fifa, wonach etwas Vergleichbares wie der Investorenplan von Infantino nie mehr auf den Tisch kommen werde.
Nach SID-Informationen könnte der europäische Verband seine Drohung daher zeitnah zurücknehmen.
Infantino hatte sein Vorhaben, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen, nach massiver Kritik aufgegeben.
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