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Kultur

25. Jahrestag der Wahl: Erpressung, Eklat und Absturz – Schills turbulente Karriere

Stern ·
25. Jahrestag der Wahl: Erpressung, Eklat und Absturz – Schills turbulente Karriere

Von politischem Shootingstar zum Reality-TV-Kandidaten: Die Stationen von Schills Karriere und die Folgen seines Erpressungsversuchs gegen von Beust.

Rechtsaußen Björn Höcke hat sein Treiben genau verfolgt.

Der Thüringer AfD -Chef weiß zwar den Vornamen nicht mehr, nennt ihn im Podcast „ungeskriptet“ wiederholt Roland, spricht aber doch auch mit Bewunderung über dessen politische Taten. „Das haben wir natürlich in unseren Gesprächskreisen intensiv verfolgt und intensiv analysiert - sowohl den Aufstieg als auch den Fall.

Das war für uns auch immer ein Lehr- und ein Lerngegenstand“, sagt der dem völkisch-nationalistischen AfD-Flügel zuzurechnende Chef der größten Fraktion im Thüringer Landtag.

Schill erster Rechtspopulist in einer Landesregierung Von wem er spricht? Von Ronald Barnabas Schill, der vor 25 Jahren als erster Rechtspopulist der Nachkriegsgeschichte überhaupt den Sprung in eine Landesregierung schaffte - und das ausgerechnet auch noch in der Hansestadt Hamburg , die sich eigentlich für besonders liberal, tolerant und weltoffen hält.

Am 23.

September 2001 kam die von Schill gegründete Partei Rechtsstaatlicher Offensive (PRO) bei der Bürgerschaftswahl aus dem Stand auf 19,4 Prozent.

Kein Vergleich zum Erdrutschsieg der AfD in Sachsen-Anhalt mit annähernd 44 Prozent und einem möglichen AfD-Wahlergebnis von jenseits der 30 Prozent bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Sonntag.

Solche Ergebnisse rechter Parteien sind Anfang des Jahrtausends undenkbar.

Entsprechend galten die annähernd 20 Prozent der Schill-Partei damals auch bundesweit als eine Sensation.

Hamburg galt als kriminellste Stadt der Republik Aber wie hat Schill das geschafft? Dazu ist ein Blick auf das damalige Klima in der Stadt an der Elbe nötig.

Hamburg galt als kriminellste Stadt der Republik, hauptsächlich geht es um Drogen, Gewalt und Einbrüche.

Gegen die SPD , die zu diesem Zeitpunkt bereits 44 Jahre ununterbrochen regiert, bestehen Filzvorwürfe.

Kurz: Die Menschen sind zunehmend frustriert und verärgert.

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