Kaffeepreise: Alles wie früher: Die Tasse Espresso zu 70 Cent
Der gleiche Preis wie vor 25 Jahren: Für alle, die in Deutschland jeden Morgen ihr Geld im Coffeeshop lassen, ein Traum.
In Italien hält dies ein älteres Ehepaar für seine Kunden durch.
Wie geht das? So geht das seit vielen Jahren schon.
Um 3.30 Uhr, mitten in der Nacht, klingelt in der Wohnung von Rosina Furiati und Orlando Paldino der Wecker.
Anderthalb Stunden später macht das Ehepaar aus der Kleinstadt Cossato im Piemont seinen Betrieb auf, das „Fante di Cuori“ eine Etage tiefer - eine dieser Kaffeebars mit Familienfotos überall, von denen es in Italien noch um die 150.000 gibt.
Dann zieht Paldino die erste Tasse Espresso aus der Maschine.
Der Preis: 70 Cent.
Auch das: unverändert.
Aller Inflation zum Trotz.
Das letzte Mal, dass die beiden älteren Leute - sie 73, er 77 Jahre alt - an der Preisschraube gedreht haben, war zum Jahreswechsel 2001/2002, bei der Einführung des Euro.
Und zwar nach unten: Bis dahin kostete der Espresso im „Fante di Cuori“ („Herzbube“) 1.500 Lire, also umgerechnet 77,5 Cent.
Die meisten anderen hätten wohl auf 80 Cent aufgerundet.
Furiati und Paldino gingen runter auf 70.
So sind sie eben, immer schon gewesen.
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