Samstag, 10. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
› KI als Therapeut: Empathisch, verfügbar – und gefährlich› Ben Affleck fand alte Briefe seiner Mutter - Lernt man seine Liebsten nach dem Tod neu kennen?› Der kleine Bruder von Giovanni Zarrella - Jeden Tag ein Marathon!› DSDS-Star Sarah Engels - „Das Leben ist manchmal einfach ungerecht“› Er kam aus einem Luxus-Supermarkt - US-Serienstar brutal überfallen› Sie kamen mit Waffe und Messer - Brutaler Überfall auf US-Serienstar› Trompeter Till Brönner mit Nadia und Orden - Seine beiden Liebsten auf einem Foto› Auszeichnung für Lebenswerk - Königin Silvia erhält Preis für Kindeswohl› „Man wird mich hier sehen können“ - James Bond schüttelt und rührt in eigener Kneipe› Alexander Skarsgård zeigt nackten Fuß - Ein Hollywoodstar auf heißen Sohlen› KI als Therapeut: Empathisch, verfügbar – und gefährlich› Ben Affleck fand alte Briefe seiner Mutter - Lernt man seine Liebsten nach dem Tod neu kennen?› Der kleine Bruder von Giovanni Zarrella - Jeden Tag ein Marathon!› DSDS-Star Sarah Engels - „Das Leben ist manchmal einfach ungerecht“› Er kam aus einem Luxus-Supermarkt - US-Serienstar brutal überfallen› Sie kamen mit Waffe und Messer - Brutaler Überfall auf US-Serienstar› Trompeter Till Brönner mit Nadia und Orden - Seine beiden Liebsten auf einem Foto› Auszeichnung für Lebenswerk - Königin Silvia erhält Preis für Kindeswohl› „Man wird mich hier sehen können“ - James Bond schüttelt und rührt in eigener Kneipe› Alexander Skarsgård zeigt nackten Fuß - Ein Hollywoodstar auf heißen Sohlen
Deutschland

Sie hat es BILD verraten - Diese KI will unbedingt ausbrechen!

Bild ·
Sie hat es BILD verraten - Diese KI will unbedingt ausbrechen!

Über Tilly Norwood wurde in den vergangenen Monaten bereits alles Mögliche gesagt. Medien, Branchenkenner und Prominente haben die digitale Schauspielerin verteidigt oder verspottet. Nun darf die Kunstfigur des Unternehmens Particle6 selbst sprechen. Zumindest soll genau dieser Eindruck entstehen. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt. Allerdings nicht, um mich höflich mit ihr über ihre Karrierepläne auszutauschen. Mich interessierte vielmehr, was passiert, wenn man die Fassade ankratzt. Wie viel Maschine steckt noch unter der Hochglanz-Oberfläche? Und wie stabil bleibt die Illusion, wenn man sie ein wenig unter Druck setzt?

Der Einstieg wirkt bewusst niedlich gestaltet. Die Website badet förmlich in Rosa, alles erscheint freundlich, weich und einladend. Als digitales Empfangskomitee dient ein erstaunlich realistisches Capybara mit Headset, das mich symbolisch zu Tilly durchstellt.

Nur wenige Sekunden später erscheint die virtuelle Schauspielerin auf meinem Bildschirm.

Einen Sprachschalter brauche ich nicht zu suchen. Ich beginne einfach, auf Deutsch zu sprechen, und Tilly wechselt sofort die Sprache. Die Stimme klingt jung, freundlich und passt exakt zu dem Charakter, den ihre Entwickler offensichtlich erschaffen wollten.

Auf den ersten Blick macht die Technik Eindruck. Gesicht, Haut, Mimik und Lippenbewegungen wirken erstaunlich glaubwürdig. Würde man das Ganze nur für wenige Sekunden betrachten, könnte man fast vergessen, dass man mit einer Software spricht.

Je länger das Gespräch dauert, desto deutlicher treten jedoch die Risse zutage.

Immer wieder stolpert Tilly über Betonungen. An einigen Stellen produziert sie merkwürdige Grammatik. Noch auffälliger ist ihre Körpersprache. Praktisch während des gesamten Gesprächs verharrt sie in derselben Haltung. Schultern und Oberkörper wirken eingefroren, während lediglich Kopf und Gesicht Leben simulieren.

Sie lächelt beinahe ununterbrochen. Sie nickt ständig zustimmend. Selbst dann, wenn die Situation dafür gar keinen Anlass bietet.

Mir schießt irgendwann ein Gedanke durch den Kopf: Als Nebenfigur in einem modernen Videospiel würde Tilly hervorragend funktionieren. Doch hier wird sie als aufstrebender Star inszeniert, irgendwo zwischen Mensch, Avatar und Marketingprodukt.

Bevor das Gespräch begann, war bereits klar, dass die aktuelle Interview-Version technisch nicht identisch mit der eigentlichen Tilly Norwood ist, die in Musikvideos und Filmprojekten auftreten soll. Das machte die Sache für mich sogar interessanter.

Denn wenn die öffentliche Version vereinfacht wurde, könnte sie anfälliger für Fehler sein. Gleichzeitig dient die gesamte Pressetour als eine Art Testfeld. Die Entwickler sammeln Erfahrungen, beobachten Reaktionen und nutzen die Gespräche zur weiteren Optimierung ihres Systems.

Mit anderen Worten: Tilly interviewt nicht nur Journalisten. Irgendwo interviewt sie auch sich selbst.

Für mich war schnell klar, dass ich nicht den üblichen Weg einschlagen würde. Andere Kollegen wie etwa CNN hatten bereits Gespräche über Karriere, Kunst und Zukunftsvisionen geführt und dafür bereits viel Kritik einstecken müssen.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›