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Oktoberfest - Warum Lederhosen auf der Wiesn ein Muss sind

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Oktoberfest - Warum Lederhosen auf der Wiesn ein Muss sind

München – Sie verleihen jedem Mann einen kernigen Look und setzen trainierte Männerbeine gekonnt in Szene: Traditionelle Trachtenlederhosen sind auf der Wiesn und im Biergarten ein echter Hingucker. Anders als die wechselnden Dirndl-Trends bleibt die Herrenmode auf dem Oktoberfest meist beständig. Für Männer lohnt es sich deshalb, in hochwertige Trachtenmode zu investieren.

Was Sie über die traditionelle Männertracht wissen müssen: Welche Geschichte hinter der Lederhose steckt, welche Arten es gibt, womit sie kombiniert werden kann und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie hier.

Tatsächlich trägt der Großteil der Männer erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts Lederhosen als passendes, modisches Outfit auf dem Oktoberfest . Zwar gab es dort schon früher vereinzelt Träger der heutigen Traditionstracht, jedoch trugen die Herren zu Beginn des Oktoberfests im frühen 19. Jahrhundert überwiegend Gehrock und Zylinder.

Die Lederhose selbst existiert übrigens schon sehr viel länger und hat einen ziemlich pragmatischen Ursprung: Im Alpenraum verbreitete sie sich im 18. Jahrhundert als robuste Arbeitshose. Vor allem Menschen, die in der Landwirtschaft oder im Handwerk tätig waren, brauchten haltbare und verlässliche Kleidung. Leder bot sich dafür als besonders strapazierfähiges Material an.

Vorwiegend wurde damals das Leder von Hausziegen und -schafen zur Fertigung genutzt. Heute wird meist auf Hirsch-, Ziegen- oder Rindsleder zurückgegriffen. Als Vorbild der typisch bayerischen Trachtenlederhose, wie wir sie heute kennen, gilt übrigens die französische Culotte.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Lederhose zunehmend von langen Hosen und Kleidung aus Loden bzw. Schurwolle verdrängt. Trachtenvereine griffen sie jedoch gegen Ende des Jahrhunderts wieder auf und machten sie zum Symbol bayerischer Tradition.

Heute sind die Trachtenlederhosen nicht nur auf der Wiesn beliebt und etabliert, sondern auch teilweise wieder Bestandteil der Alltags- und Arbeitskleidung im Alpenraum.

Trachtenlederhosen werden vor allem anhand ihrer Beinlänge unterschieden. Ein typisches Merkmal vieler bayerischer Modelle ist der geknöpfte Latz, das „Hosentürl“.

Die kurze Lederhose endet etwa auf halber Oberschenkelhöhe oder knapp oberhalb des Knies. Sie gehört zur Gebirgstracht und bietet beim Arbeiten oder Klettern besonders viel Beinfreiheit.

Die Kniebundhose reicht bis knapp unter das Knie. Charakteristisch ist häufig die sogenannte „Arschnaht“, die tellerförmig oder gerade über das Gesäß verlaufen kann. Dazu werden traditionell lange Wollstrümpfe getragen, die über das Knie gezogen und umgeschlagen werden.

Die lange Lederhose reicht bis zum Knöchel und eignet sich besonders für kühlere Tage. Eine besondere Variante ist die Stiefellederhose. Ihre eng geschnittenen Beine werden in Stiefeln getragen oder an den Fesseln gebunden; der Bund ist häufig hoch angesetzt.

Bei hochwertigen Lederhosen steht die Stickerei oft leicht hervor, da das Leder beim Sticken nicht vollständig durchstochen wird.

Figurnah und knackig.

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