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Bessere Chancen für die Kleinsten: Gesetz zu frühkindlicher Bildung im Bundestag

Stern ·
Bessere Chancen für die Kleinsten: Gesetz zu frühkindlicher Bildung im Bundestag

Frühkindliche Bildung als Grundlage für späteren Erfolg: Der Bundestag hat am Freitag in erster Lesung über einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung debattiert.

Bildungschancen sollten „von den Talenten und Fähigkeiten des einzelnen Kindes bestimmt sein“ und nicht vom Geburtsort oder den Familienverhältnissen, sagte Familienministerin Karin Prien (CDU).

Aus der Opposition kam scharfe Kritik an geplanten Mittelkürzungen.

Prien bezeichnete das so genannte Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz als „die bildungspolitische Weichenstellung in dieser Legislaturperiode“.

Es ermögliche mehr Chancengerechtigkeit und fülle „das Aufstiegsversprechen unserer sozialen Marktwirtschaft wieder mit Leben“, sagte die Ministerin im Bundestag . „Dieses Gesetz eröffnet Kindern Perspektiven und stärkt damit auch unsere Demokratie.“ Das Gesetz sieht vor, dass bei allen Kindern spätestens im Alter von vier Jahren in verschiedenen Bereichen Daten zu ihrem Entwicklungsstand erhoben werden.

Ein Schwerpunkt soll auf der sprachlichen Bildung liegen, hinzu kommen die sozial-emotionale und motorische Entwicklung sowie mathematische Fähigkeiten.

Dies soll laut Bildungsministerium auch zu einem reibungslosen Übergang an die Grundschulen beitragen.

Mit dem Startchancen-Gesetz würden „erstmals bundesweit verbindliche Qualitätsstandards in der Kindertagesbetreuung“ geschaffen, sagte Prien .

Kitas „in herausfordernden Lagen“, etwa mit vielen Kindern aus armutsgefährdeten Familien oder aus Familien mit nicht deutscher Familiensprache sollen personell gestärkt werden.

Im Übergang von Kita zu Schule sollen die Einrichtungen enger zusammenarbeiten.

Dazu brauche es eine gute Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen, betonte die Ministerin.

Das Gesetz soll 2027 in Kraft treten, einzelne Regelungen aber schrittweise wirksam werden.

Vorgesehen ist, dass der Bund die Länder bei der Kita-Qualitätssicherung in den Jahren 2027 bis 2034 insgesamt mit rund 9,25 Milliarden Euro unterstützt.

Die Grünen unterstützen den Gesetzentwurf .

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