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Kultur

Archäologie: Archäologen entdecken Wüstung bei Halberstadt

Stern ·
Archäologie: Archäologen entdecken Wüstung bei Halberstadt

Archäologen erforschen bei Halberstadt eine Wüstung, deren Bewohner den Ort offenbar geordnet verließen.

Warum ist bislang rätselhaft.

Bei der Erschließung des Industriegebiets „Ost“ bei Halberstadt haben Archäologen die Überreste einer mittelalterlichen Wüstung entdeckt. „Die Befunde der aufgegebenen Siedlung sind sehr gut erhalten und ermöglichen neue Einblicke in das Leben der früheren Bewohner“, sagte die Abteilungsleiterin für „Überregionale Bodendenkmalpflege“ beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA), Susanne Friederich. „Von besonderem wissenschaftlichem Interesse ist die deutlich nachvollziehbare Parzelleneinteilung der Siedlung.“ Die Struktur könnte Aufschluss darüber geben, wie die Siedlung angelegt war und wie sich der Ort im Laufe der Zeit entwickelte.

Siedlung wurde im Laufe der Zeit verlagert Bei den Grabungen wurden mehrere in Reihen angelegte Grubenhäuser, Siedlungsgruben und zwei Brunnen dokumentiert. Überschneidungen der Befunde belegen zudem zwei Siedlungsphasen.

Die Siedlung wurde demnach im Laufe der Zeit verändert und offenbar teilweise verlagert.

Auch die Grabenanlagen wurden mehrfach angepasst und erweitert.

Ort wurde geordnet verlassen Ungewöhnlich ist das geringe Fundaufkommen.

Trotz der dichten und gut erhaltenen archäologischen Befunde wurden nur wenige Gegenstände gefunden.

Dazu zählen Keramikscherben und einige Metallfunde wie ein bronzener Zapfhahn, Beschläge und Gürtelschließen.

Nach Einschätzung der Archäologen wurde die Siedlung offenbar geordnet verlassen.

Möglicherweise lässt sich auch der Name des Ortes bestimmen.

Historische Karten aus dem späten 19. und frühen 20.

Jahrhundert nennen in der Nähe eine Wüstung namens „Kühlingen“ beziehungsweise „Külingen“.

Nach Angaben des LDA gibt es Hinweise darauf, dass es sich bei den jetzt untersuchten Überresten tatsächlich um diese mittelalterliche Ortschaft handelt.

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