Verrückt! - Dieses Genre wächst 10-mal schneller als Netflix
Animes spielen für Netflix eine immer größere Rolle. Neue Auswertungen zeigen, dass Zuschauer deutlich mehr Zeit mit japanischen Zeichentrickserien und -filmen verbringen als noch vor wenigen Jahren. Während die gesamte Nutzung des Streamingdienstes nur leicht zunahm, legte das Genre deutlich stärker zu. Auch der Anteil am gesamten Netflix-Konsum wächst.
Die Zahlen stammen aus dem Bericht „ The Anime Economy “ der Marktforschungsfirma Media Partners Asia (MPA). Grundlage sind unter anderem die halbjährlich veröffentlichten „ What We Watched “-Berichte von Netflix. Demnach stieg die Sehzeit für japanische Animes zwischen dem ersten Halbjahr 2023 und dem ersten Halbjahr 2026 von 3,33 auf 4,64 Milliarden Stunden. Das entspricht einem Wachstum von 39 Prozent. Netflix kam insgesamt im selben Zeitraum lediglich auf ein Plus von 4,5 Prozent. Damit entwickelte sich das Genre fast zehnmal schneller als die Plattform selbst.
Auch innerhalb des Streamingdienstes gewinnen Animes weiter an Gewicht. Entfielen im ersten Halbjahr 2023 noch 3,6 Prozent aller angesehenen Stunden auf japanische Produktionen, lag der Anteil drei Jahre später bereits bei 4,75 Prozent.
Dass Animes für Netflix inzwischen eine wichtige Rolle spielen, zeigt auch eine aktuelle Aussage des Unternehmens. In einem Bericht heißt es: „Heute hat mehr als die Hälfte unserer Mitglieder mindestens einen Anime-Titel gesehen.“
Die Entwicklung deutet darauf hin, dass das Interesse an dem Genre weiter zunimmt. Immer mehr Nutzer greifen auf entsprechende Inhalte zurück, wodurch Animes einen wachsenden Anteil am gesamten Streamingkonsum ausmachen.
Besonders stark ist das Genre im asiatischen Markt vertreten. Laut der Untersuchung erreichen Animes dort mehr Nutzer als jedes andere der analysierten Hauptgenres. In den acht untersuchten Märkten sehen monatlich zwischen 31 und 47 Prozent der Nutzer eines kostenpflichtigen Streamingdienstes Animes. Bei den übrigen sieben Hauptgenres liegt dieser Wert nur zwischen 26 und 34 Prozent.
Auch beim Angebot nimmt Netflix eine wichtige Position ein. Nach Angaben der MPA stellt der Streamingdienst rund die Hälfte aller verfügbaren Anime-Titel in den acht untersuchten Märkten bereit. Die Analysten rechnen deshalb mit weiterem Wachstum. Bis 2030 sollen die weltweiten Ausgaben für Animes jährlich um rund zehn Prozent steigen. Als wichtigste Wachstumsmärkte nennt die Studie Asien (ohne Japan) sowie Nordamerika.
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