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Menschen, die davon träumen, alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen, haben oft jahrelang die Erwartungen anderer über ihre eigenen gestellt.

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Menschen, die davon träumen, alles hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen, haben oft jahrelang die Erwartungen anderer über ihre eigenen gestellt.

Es beginnt meist leise – als Gedanke beim täglichen Pendeln, Tagtraum am Schreibtisch oder kleiner Stich beim Scrollen durch Reisefotos. Irgendwann verdichtet sich das Gefühl zu einer konkreten Fantasie, zu kündigen und die Koffer packen. Wahrscheinlich hatte jeder schonmal den Impuls, woanders ganz von vorne anzufangen .

Wer mit dem Gedanken spielt, sein komplettes Leben umzukrempeln, sucht die Ursache für den Veränderungsdrang oft im Außen. Vielleicht macht die Beziehung unglücklich oder gleich die ganze Stadt? Doch wie das französische Online-Portal „ Psychologies“ berichtet, lenken Psychologen den Blick in eine andere Richtung: auf die Frage, wessen Leben man eigentlich lebt.

Denn Forscher haben schon vor einigen Jahren untersucht, warum manche Menschen trotz objektiv guter Lebensumstände tief unzufrieden sind. Drei zusammengehörende Studien aus dem Jahr 2019, veröffentlicht im „ Journal of Research in Personality“ , liefern eine Erklärung. Die Forscher unterscheiden dabei zwischen zwei grundlegend verschiedenen Motivationen, die unser Handeln steuern:

Ihr Befund: Wir können jahrelang Ziele verfolgen, die objektiv vernünftig sind — und trotzdem unglücklich werden, weil diese Ziele nicht zu unserer Persönlichkeit passen. Der entscheidende Unterschied liege darin, wie es sich anfühlt, sie zu verfolgen. In der Studie heißt es:

„Ziele, die zur eigenen Persönlichkeit passen, fühlen sich interessant und bedeutsam an — statt wie eine Last oder ein Klotz am Bein.“

Das klingt banal, hat aber weitreichende Konsequenzen. Denn die meisten Menschen spüren durchaus, ob ein Ziel wirklich zu ihnen passt. Nur nutzen sie dieses Wissen nicht. Warum? Die Forscher haben dafür eine ernüchternde Erklärung:

„ Vermutlich, weil sie häufig abgelenkt und überlastet, gestresst und belastet, beeinflusst und bedrängt sind.“

Dazu kommt ein zweiter Mechanismus. Forschungsergebnisse, die 2024 im Fachjournal „ Frontiers “ erschienen, zeigen: Je stärker das Gefühl, wesentliche Dinge im Leben versäumt zu haben, desto negativer die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit. Lebenszufriedenheit sinkt, depressive Symptome nehmen zu. Der Fluchtgedanke ist dann kein Zeichen von Schwäche sondern eher ein Warnsignal.

Ein Neustart an einem anderen Ort klärt diese Gefühle nicht unbedingt auf. Eva Asselmann, Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der Health and Medical University Potsdam, warnt in einem Beitrag für den TV-Sender ARD alpha : „Häufig trifft man auch in einem neuen Kontext, wie beispielsweise in einem anderen Land, auf ähnliche Probleme wie davor.“

Eine Studie der Universitäten New York und Hamburg im Fachjournal „ Motivation Science “ bestätige das: Ein erfolgreicher Neuanfang hängt maßgeblich davon ab, wie bewusst man sich von der bisherigen Lebensphase verabschiedet hat.

Wer nur wegläuft, ohne zu verstehen, was eigentlich schiefgelaufen ist, nimmt seine Konflikte mit.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.focus.de — der Inhalt gehört Focus Online Gesundheit.

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