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Mehr Todesfälle in Badesaison: Sommer, Sonne, Strand - und Badetod

Stern ·
Mehr Todesfälle in Badesaison: Sommer, Sonne, Strand - und Badetod

Hitzewelle, volle Strände – und plötzlich in Lebensgefahr: In der diesjährigen Badesaison sterben auffallend viele Menschen am und im Wasser.

Warum nicht jeder gleichermaßen gefährdet ist.

Gerade erst haben wieder Millionen Menschen Urlaub am Meer gemacht, in Deutschland und anderen Ländern.

Doch was für die eine die schönste Zeit des Jahres war, bedeutet für den anderen möglicherweise auch Leid, Tragik - und sogar Tod: In der diesjährigen Badesaison sind in Deutschland deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als 2025 - während die Zahl in Niedersachsen spürbar sank.

Zwischen Anfang Mai und dem Ende der Sommerferien (Stand: 15.

September) ertranken bundesweit 248 Menschen - 12 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mitteilte.

Der folgenschwerste Monat des Jahres mit seiner Hitzewelle, die viele Menschen ans Wasser zog, war der Juni mit mindestens 101 Todesfällen - nur 2003 gab es in einem Juni noch mehr Todesopfern.

Betrachte man nur die Monate Mai bis August, die besonders reich an Unfällen seien, entfielen 43 Prozent der Todesfälle auf den Juni. „Das ist ein Höchstwert“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

Vor allem junge Menschen gefährdet - und Männer Noch deutlich mehr Menschen wären wohl ertrunken, hätten nicht Rettungskräfte und auch Badegäste rechtzeitig geholfen, sagte Vogt. „Allein unsere Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer befreiten erneut Hunderte Personen aus Lebensgefahr im Wasser“, sagte sie - und betonte, das werde auch künftig so sein, schließlich steige die Zahl junger Menschen in der Nachwuchsausbildung: Jeder zusätzliche Rettungsschwimmer mache „ Deutschlands Gewässer ein Stück sicherer“.

Seit Jahresbeginn gab es 320 tödliche Unfälle am und im Wasser, im Vorjahreszeitraum waren es mit 328 etwas mehr.

Besonders gefährdet: junge Menschen im Alter zwischen 11 und 30 Jahren.

Und deren Zahl unter den Opfern steigt - seit Jahresbeginn ertranken 88 Menschen in diesem Alter und damit schon jetzt 15 mehr als im gesamten Vorjahr.

Und die allermeisten Todesopfer in der Altersgruppe waren männlich. „Jugendliche und junge Männer gehen häufig vermeidliche Risiken ein“, erklärte die DLRG -Präsidentin.

Sie seien oft leichtsinnig, überschätzten sich selbst und könnten nicht oder nicht gut schwimmen.

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