Donald Trump - Kennedy Center: Warum das Kennedy Center vor der Pleite stehen soll
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Donald Trump nimmt sich, was er will. Eine eigene Münze? Lässt der US-Präsident für sich prägen. Einen neuen Ballsaal am Weißen Haus? Trump lässt ihn bauen, trotz fehlender Zustimmung des Senats.
Es scheint aber noch Grenzen zu geben. Seit Monaten kämpft Trump darum, dass die Kulturinstitution Kennedy Center seinen Namen bekommt. Ein Richter stoppte bisher die Pläne. Der von Trump eingesetzte Verwaltungsrat der Institution zündet jetzt die nächste Eskalationsstufe.
Das Zentrum, heißt es in einer Warnung, über die die »Washington Post« berichtet , stehe unmittelbar vor der Pleite. Binnen Wochen könnten keine Gehälter mehr gezahlt werden, auch routinemäßige Instandhaltungsmaßnahmen nicht mehr durchgeführt werden.
Schon am Dienstag könnte das Kulturhaus schließen, heißt es in dem Bericht. Angeblich bestehe sogar eine Gefahr für Menschenleben, bliebe es geöffnet. Laut dem von Trump eingesetzten Geschäftsführer Matt Floca gibt es unter anderem schwere Sturmschäden. Ein Teil der Decke im Grand Foyer sei heruntergestürzt, Trümmer seien verstreut gewesen. Es habe zwar keine Verletzten gegeben, aber an mehreren weiteren Stellen soll es Schäden geben. Auch gebe es Korrosion an tragenden Bauteilen eines Vordachs. Das Gebäude soll für eine weitere Nutzung unsicher sein.
Der angeblich einzige Weg, einen offenbar nicht nur »finanziellen Zusammenbruch« zu vermeiden? Na klar, Donald Trump. Der US-Präsident habe angekündigt, die notwendigen Mittel aufzubringen, heißt es in dem Bericht, dafür aber müsse seine Rolle angemessen gewürdigt werden . Gewissermaßen, so könnte man den Bericht lesen, muss Trumps Name an die Fassade, sonst ist der Laden pleite.
Nach seiner Amtsübernahme hatte Trump den Namen des Kulturzentrums Ende 2025 vorübergehend in »Trump-Kennedy-Center« geändert und den Schriftzug an der Fassade anbringen lassen. Später ordnete ein Bundesgericht jedoch an, den Namen wieder zu entfernen, da eine solche Umbenennung ohne Zustimmung des Kongresses nicht rechtmäßig war. Daraufhin wurde der Name im Juni 2026 abmontiert.
Nun gibt laut der »Washington Post« einen Vorschlag für einen neuen Schriftzug an der Fassade: »Renovierung, Restaurierung und Stiftung unter der Aufsicht von Präsident Donald J. Trump und dem Trump Kennedy Center Fund.«
Man könnte den Medienbericht als nächstes Kapitel in einer Posse bezeichnen. Aber auch als Versuch des US-Präsidenten und seiner Untergebenen, einen Personenkult in den Vereinigten Staaten durchzusetzen. Das ist Trump in seiner Amtszeit wiederholt vorgeworfen worden, ob beim sogenannten Trump-Dollar, dem Ballsaal oder anderen staatlichen Institutionen, die plötzlich in seinem Sinne verändert werden sollen.
Im Kennedy Center am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus ist bis heute nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917 bis 1963) benannt.
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