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Gebrauchter Toyota Aygo im TÜV-Check - Schauen Sie beim Japan-Mini ganz genau hin

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Gebrauchter Toyota Aygo im TÜV-Check - Schauen Sie beim Japan-Mini ganz genau hin

Der Toyota Aygo ist ein kompakter Cityflitzer mit wendigem Handling, pfiffigem Design und günstigen Unterhaltskosten – ideal für die Stadt und enge Parklücken. Viele Modelle sind gut gepflegt und zuverlässig. Schwachpunkte wie die Bremsen bei älteren Baujahren sollte man beim Kauf aber im Blick behalten. Zwei Generationen im TÜV-Check.

Das ist er: Der neue Aygo in schick – mit einem Manga-Gesicht und nur wenig veränderter Technik. Dafür wuchs die Auswahl an Ausstattungslinien; als Extras kamen etwa Bluetooth-Radio, Touchscreen und Rückfahrkamera an Bord. Der Dreizylinder-Benziner leistete bis 2018 noch 69, danach 72 PS, wobei er durch diverse Maßnahmen zugleich sparsamer wurde (Realverbrauch rund 5 l/100 km). Es blieb beim Drei- und Fünftürer sowie der Frage: Halbautomatik oder Handschaltung? Letztere überwiegt bei Weitem. Mit dem Facelift 2018 zogen Apple CarPlay und Android Auto ein, zudem wurde die Lärmdämmung verbessert.

Das kann er: Einsteiger und Wenigfahrer zufrieden machen. Eine Parklücke findet der Aygo immer, kaum ein Auto (Hybriden ausgenommen) verbraucht weniger. Deshalb erlaubt der 35-Liter-Tank erstaunliche Reichweiten. Der Motor kommt mit dem 985-Kilo-Leergewicht bestens klar, ab Tempo 100 wird's laut. Vorn ist es bequem, hinten für Große eng.

Das macht Ärger: Gelegentliches Klappern und Quietschen. Lockere Schlösser lassen Heckklappen klemmen. Rückrufe wegen Bruchgefahr der vorderen Stoßdämpfer und fehlender Bremsservokraft. Sowie Verletzungsgefahr an den hinteren Gurtschlössern bei einem Unfall.

Das ist er: Ein Stadtflitzer, der den japanischen wie europäischen Geschmack treffen soll: Toyota und PSA entwickelten und produzierten ihn gemeinsam, der Aygo ist technisch baugleich mit Citroën C1 und Peugeot 107 . Es gab Drei- und Fünftürer, gerade mal fünf Extras und nur einen Motor. Der Dreizylinder-Benziner mit 68 PS hatte entweder Handschaltung oder – selten – eine Halbautomatik. ESP kam 2012, etwa ein Viertel des Bestandes ist damit ausgerüstet.

Das kann er: Wendig (9,5 Meter Wendekreis) und sparsam vorankommen. Beim Verbrauch ist eine Fünf vorm Komma möglich. Für längere Strecken ist der Floh zu schwach und hoppelig, wird dabei unangenehm laut. Kofferraum? Hat den Namen mit nur 168 Litern Ladevolumen kaum verdient.

Das macht Ärger: Der sichtbare Sparzwang: Türfangbänder knacken, Kupplungen verschleißen, Schaltwege leiern aus. Erste Baujahre hatten Undichtigkeiten wegen defekter Gummidichtungen. Rückrufe betrafen eine fehlerhafte Schweißnaht an der Hinterachse, lose Seitenscheiben und ein schwergängiges Gaspedal.

Ein praktischer, wendiger Stadtwagen, dazu noch günstig im Unterhalt: Das Konzept des Aygo scheint aufzugehen – doch auf Dauer drohen teure Aufschläge, denn die HU zeigt diverse Mängel: Verschlissene Bremsscheiben, Defekte an der Fußbremse sowie an Bremsleitungen der frühen Modelle gehen schmerzhaft ins Geld. Wer sich in den Aygo verguckt, sollte das wissen und genau prüfen.

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