Freitag, 9. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
› Die rätselhaften Fähigkeiten des Axolotl› Welttag der Wiederbelebung: Angst vor Fehlern bei Wiederbelebung – Was helfen kann› Lebenserwartung: Warum die Kleinen länger leben› Doppel-Killer aus Oberpfalz rief Polizei - „Bei mir liegt eine Frau tot auf der Treppe“› Festnahme in den USA - 67-Jährige fährt betrunken vor Gerichtsgebäude› 100-Prozent-Tankrabatt! - Ostsee-Hotel zahlt Sprit der Gäste› Feature-Drop für Pixel Buds - Google verbessert seine Kopfhörer per Update› Grünes Licht erst im Frühjahr - Merz verschiebt Rentenreform um mehrere Monate› Rätselhafter Vermisstenfall in Thüringen - Azubi (21) verschwindet bei Wohnungssuche› Milliardenflop Brückenturbo - Deshalb stehen Sie noch Jahrzehnte im Stau› Die rätselhaften Fähigkeiten des Axolotl› Welttag der Wiederbelebung: Angst vor Fehlern bei Wiederbelebung – Was helfen kann› Lebenserwartung: Warum die Kleinen länger leben› Doppel-Killer aus Oberpfalz rief Polizei - „Bei mir liegt eine Frau tot auf der Treppe“› Festnahme in den USA - 67-Jährige fährt betrunken vor Gerichtsgebäude› 100-Prozent-Tankrabatt! - Ostsee-Hotel zahlt Sprit der Gäste› Feature-Drop für Pixel Buds - Google verbessert seine Kopfhörer per Update› Grünes Licht erst im Frühjahr - Merz verschiebt Rentenreform um mehrere Monate› Rätselhafter Vermisstenfall in Thüringen - Azubi (21) verschwindet bei Wohnungssuche› Milliardenflop Brückenturbo - Deshalb stehen Sie noch Jahrzehnte im Stau
Welt

Schock und Trotz nach Razzien gegen LGBTQ-Vereine in der Türkei

Tagesschau Ausland ·
Schock und Trotz nach Razzien gegen LGBTQ-Vereine in der Türkei

Vorgehen gegen LGBTQ-Community Schock und Trotz nach Razzien in der Türkei Stand: 14.09.2026 • 20:38 Uhr

In der Türkei wurden am Wochenende zahlreiche Aktivisten und Aktivistinnen für LGBTQ-Rechte festgenommen. NGOs und Zivilgesellschaft verurteilen die Razzien - es sei das bisher größte Vorgehen gegen die Community.

Yildiz Tar weiß, was es bedeutet, als queerer Aktivist in der Türkei sichtbar zu sein. Erst im Juli wurde er verhaftet und verbrachte kurze Zeit im Gefängnis. Bei den Razzien am Wochenende durchsuchten Polizeikräfte auch die Büros seiner Initiative Kaos GL und nahmen mindestens zehn Kolleginnen und Kollegen fest.

"Auf die Frage 'warum jetzt' und überhaupt 'warum' haben auch wir keine Antwort", sagt er. "Alles, was wir hören, ist: Weil wir unmoralisch seien. Aber wir sind nicht unmoralisch, LGBT+-Menschen kämpfen um ihre Würde."

Die türkischen Behörden gingen am Wochenende landesweit vor - Bars, Clubs und Unternehmen sowie gegen Initiativen und Vereine, die sich für die Rechte von homosexuellen, trans, inter, bi und nichtbinären Menschen einsetzen.

Die Durchsuchungen fanden unter anderem in Istanbul, Ankara, Izmir und Antalya statt. mehr

Die Vorwürfe lauten Obszönität, Vereinsgründung zum Begehen einer Straftat, Drogenbesitz und Prostitution. Belege dafür hat die Justiz keine öffentlich vorgelegt. Junge Menschen würden durch LGBTQ-Propaganda verwirrt - das sei ein Problem für die Institution der Familie, sagt die Staatsanwaltschaft.

Für Yildiz Tar ist es ein vorgeschobener Grund. "Die Regierung hat ein Feindbild geschaffen und lenkt damit von den eigentlichen Problemen ab", sagt er. "Es gibt ernstzunehmende Probleme in der Institution Familie: wirtschaftliche Not, häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen. Wenn die Regierung die Familie schützen will, sollte sie sich damit beschäftigen."

Homosexualität ist in der Türkei nicht strafbar. Wer offen homosexuell, trans oder inter ist, kann aber durchaus gesellschaftliche Queerfeindlichkeit zu spüren bekommen. Geschürt wird sie auch vom Staatspräsidenten: Recep Tayyip Erdogan äußert sich regelmäßig abfällig über die LGBTQ-Community, unter anderem beschimpfte er queere Menschen als Perverse.

Trotz des Verbots der Pride-Parade haben Hunderte Menschen für die Rechte von LGBTQI+-Menschen demonstriert. mehr

Die Razzien am Wochenende richteten sich laut dem Justizminister gegen 162 Menschen. Emma Sinclair Webb von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch arbeitet seit Jahren in Istanbul. Es sei das bisher größte Vorgehen gegen die Community, sagt sie der ARD .

Viele queere Initiativen zeigen sich nach den Razzien trotzig. Tenor: Man werde sich nicht kleinkriegen lassen. Für Dienstag ist in Istanbul eine Demonstration geplant.

Doch viele sind auch schockiert, sagt Yildiz Tar: "Nicht nur LGBTQ-Personen, wir sind ja nicht alleine. Es gibt eine nicht zu unterschätzende Gruppe von Menschen, die unsere Rechte verteidigen oder mit LGBTQ-Menschen befreundet oder verwandt sind. Sie alle sind momentan in großer Sorge."

Im Rahmen der Razzien am Wochenende wurden auch Webseiten und Social-Media-Konten gesperrt.

Vollständigen Artikel bei Tagesschau Ausland lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.tagesschau.de — der Inhalt gehört Tagesschau Ausland.

Mehr von Tagesschau Ausland

Alle ansehen ›

Mehr in Welt

Alle ansehen ›