Buch von „Zeit“-Journalistin: Leben im XXL-Format: Vom Alltag einer deutschen Großfamilie
Die Familie Schnabel hatte 17 Kinder.
Auch vor 50 Jahren war sie damit eine Sensation.
Katrin Hörnlein berichtet aus dem Innenleben einer ganz besonderen Familie.
Deutschland ist ein kinderarmes Land.
Die meisten wachsen als Einzelkinder oder nur mit einem Geschwisterteil auf.
Das Leben in einer Großfamilie kennt so gut wie niemand mehr.
Mit 16 Geschwistern zusammen aufzuwachsen sprengt unsere Vorstellungskraft, es erscheint uns fremd und exotisch.
In ihrem Buch „Die Schnabels.
Mutter, Vater, 17 Kinder“ beschreibt die Journalistin Katrin Hörnlein („Die Zeit“) die Lebenswelt einer Großfamilie und gibt dabei gleichzeitig einen faszinierenden Einblick in ein Stück bundesrepublikanischer Gesellschaftsgeschichte zwischen Wirtschaftswunder und Mauerfall.
17 Kinder zwischen 1952 und 1975 Mit 17 Kindern erregten die Schnabels immer Aufsehen, oft auch Argwohn. „Als Großfamilie galt man schnell als asozial.
Ich erinnere mich, wie Leute mich plötzlich komisch angeguckt haben, wenn sie von meinen vielen Geschwistern erfuhren.
Der Blick ist erst von oben nach unten und dann von unten nach oben gewandert.
Das war ein blödes Gefühl“, erinnert sich Ronja, das 16.
Kind der Familie.
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