Top-Auftritt gegen Wolfsburg - Überraschungs-Urlaub macht Metcalfe stark
Vor vier Jahren wurde Connor Metcalfe (26), der 2022 zum FC St. Pauli gewechselt war, mal gefragt, welches seine deutschen Lieblingswörter seien. Der Australier antwortete zur Erheiterung der Anwesenden: „Dicker“ und „Alter“. Das zweite Jugendwort trifft aktueller denn je auf Metcalfe zu. Denn der zeigte beim 1:0-Sieg im Zweitliga -Hit gegen den VfL Wolfsburg einen Top-Auftritt, den es von ihm so lange nicht mehr gegeben hatte. Weil er sich auch wieder top fühlt.
Nach dem Spiel zeigte sich Metcalfe tatsächlich so gut gelaunt wie lange nicht: „Ich glaube, ich habe ein gutes Spiel gemacht, für das Team gearbeitet und viele Chancen kreiert. Ich habe es sehr genossen, weil wir auch gezeigt haben, dass wir das Zeug für drei Punkte haben. Dieses Selbstvertrauen müssen wir mit in die nächsten Spiele nehmen.“
Die Partie war für ihn auch so etwas wie eine Erlösung. Denn in den zwei Jahren Bundesliga kam der Australier wegen diverser Verletzungen nur selten zum Zug. Dafür glänzte er im Sommer bei der WM, konnte sogar einen Treffer erzielen. Hinterher gab’s einen langen Urlaub. Für den Spieler überraschend. Trainer Marcel Rapp (47): „Connor kam aus dem Urlaub und war glücklich. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er so lange Urlaub kriegt. Er hat Stärken, die wir integrieren wollten. Das hat gut geklappt.“
Metcalfe profitierte von dem Spielsystem, das Rapp für das Wolfsburg-Spiel kreierte, mit einer Viererkette und einer Raute davor, in der Metcalfe den offensiven Part übernehmen sollte. Der Mittelfeld-Renner: „Wir haben für Wolfsburg das System geändert, weil dem Trainer im Videostudium einige Dinge aufgefallen sind und er auf Basis dessen die Formation ausgewählt hat. Sie hatten damit einige Probleme.“
Mit BILD-Note 2 war er der beste Kiez-Kicker auf dem Platz. Ein Tor zur Krönung blieb ihm allerdings verwehrt, weil sein abgefälschter Knaller in der 60. Minute an die Latte krachte. Jedenfalls gibt es wenig Gründe, ihn gegen Cottbus (20.9.) jetzt wieder auf die Bank zu setzen.
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