Alexander Zverev: Mann im Tunnel
Alexander Zverev trottete zur Einstandsseite, um sich auf den nächsten Aufschlag seines Kontrahenten zu fokussieren. Soeben hatte der 29-Jährige selbst einen seiner gefürchteten Aufschlagwinner die Linie entlang gedroschen. Tausende Male hatte er das in seiner 14-jährigen Profikarriere schon so gemacht. Sein Gegner Ben Shelton vermochte den Ball nur ins Aus abzuwehren.
Als daraufhin ungewöhnlich lauter Jubel aufbrandete, blickte Zverev für eine Sekunde auf – in Richtung der Videoleinwände. Zeitgleich verlas Stuhlschiedsrichterin Marijana Veljovic das Endergebnis: »6:3, 7:6, 5:7, 6:3.« Zverevs Team, der Papa, der Bruder, der Fitnesstrainer und Einspielpartner, alle seitlich am Court in der Spielerbox platziert, schrien Zverev vor Freude an. Erst dann dämmerte es ihm. Geschockt reckte er beide Arme in die Luft. Dann joggte er zum Netz. Dort wartete sein geschlagener Kontrahent.
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