Deutsche Forscher finden Lösung: So kann Flugverkehr weniger umweltschädlich sein
Nicht nur das ausgestoßene CO2, auch der Ruß aus Flugzeug-Triebwerken heizt die Erde auf. Ein Forschungsteam des DLR zeigt, wie sich die Belastung drastisch senken lässt. Auch das Alter der Motoren spielt eine überraschend große Rolle.
Nachhaltige Kraftstoffe und Motoren mit einer sogenannten mageren Verbrennung können die Luftverschmutzung durch die Luftfahrt deutlich senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung, bei der die Abgasfahnen von Flugzeugen in der Luft gemessen wurden. Bei einer mageren Verbrennung - dabei wird mehr Luft zugeführt, als für die Verbrennung nötig wäre - war die Menge der freigesetzten nicht-flüchtigen Partikel 1000 Mal niedriger als bei einer fetten Verbrennung.
Aber auch die Inhaltsstoffe der Kraftstoffe spielten eine Rolle bei der Entstehung von Partikeln, wie die Forschungsgruppe um Rebecca Dischl vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen im Fachmagazin "Science Advances" schreibt.
Beim Verbrennen von kohlenstoffhaltigen Kraftstoffen wie Benzin oder Kerosin entsteht das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2), das zur Erderwärmung beiträgt. Doch auch die von Flugzeugen freigesetzten Partikel wirken auf die Umwelt ein: einerseits durch die Feinstaubbelastung der Luft, andererseits durch die Bildung von Wolken, weil die Partikel als Kerne für die Anlagerung von Feuchtigkeit und damit für die Tröpfchenbildung funktionieren. Der Effekt der dadurch entstehenden Kondensstreifen auf die Erderwärmung sei mit der Wirkung von CO2-Emissionen aus der Luftfahrt vergleichbar, schreiben die Studienautoren.
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