Ukraine-Krieg: Wie die Nato im Ernstfall einen Angriff abwehren will
Nato-Oberbefehlshaber Grynkewich stellt ein Konzept vor, das Angreifer in drei Schritten stoppen soll.
Russland erwähnt er mit keiner Silbe - und doch ist klar, auf wen sich der Plan bezieht.
Nato -Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hat ein neues Konzept zur Abwehr eines möglichen russischen Angriffs auf Mitgliedsstaaten des Bündnisses vorgestellt. „Ich gehe nicht davon aus, dass ein Konflikt unmittelbar bevorsteht oder unvermeidlich ist.
Das ist nicht der Fall“, sagte Grynkewich auf dem Sicherheitsforum in Warschau.
Einsatzbereitschaft erfordere aber, dass man für das plane, was möglich sei und nicht nur für das, was wahrscheinlich sei.
Seine als „Theory of Victory“ (Konzept für den Sieg) bezeichneten Überlegungen sehen vor, einen möglichen Angreifer in drei Schritten militärisch zu besiegen.
Demnach sollen die eigenen Streitkräfte zunächst den Angriff stoppen („Block“).
Falls der Gegner weiterkämpft, würde dann die Wucht seines Angriffs gebrochen und jedes weitere Vorrücken verhindert („Blunt“).
Reicht auch das nicht aus, sollen die gegnerischen Truppen und das gesamte militärische System, das sie unterstützt und führt, zerschlagen werden („Break“).
Russland wird nicht explizit genannt An der „Theory of Victory“ arbeite die Nato schon seit einigen Jahren, sagte Grynkewich in Warschau.
Nach der jüngsten Entwicklung habe man sich aber entschlossen, sie öffentlich zu machen.
Zwar erwähnte der amerikanische Vier-Sterne-General Russland bei der Vorstellung seines Konzepts mit keiner Silbe.
Doch mehr als vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wird der Kurs von Kremlchef Wladimir Putin von Sicherheitsexperten als äußerst besorgniserregend wahrgenommen.
Westliche Geheimdienste gingen zuletzt davon aus, dass Russland spätestens 2030 militärisch in der Lage sein dürfte, einen weiteren Krieg zu beginnen.
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