Blendgranaten, Schüsse! - Verfolgungsjagd auf der A1 eskaliert
Lübeck – Eine lebensgefährliche Verfolgungsjagd endete in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit einem spektakulären Zugriff von Spezialkräften auf der A1 bei Lübeck in Richtung Ostsee. Bei der Festnahme eines bewaffneten Autofahrers sollen Schüsse gefallen und Blendgranaten zum Einsatz gekommen sein. Die A1 war zweieinhalb Stunden in beide Richtungen voll gesperrt!
Gegen 21.25 Uhr erhielten Hamburger Polizisten zunächst die Information, dass sich auf der Bundesstraße 75 im Süden der Stadt ein Autofahrer befände, der laut Polizei stark eigengefährdet und mit einer Schusswaffe unterwegs sei. Es wurde Großalarm ausgelöst, weil die Beamten nicht wussten, was der Mann vorhabe. Nach BILD-Informationen gelang es mit Handyortung, den Fahrer aus Mecklenburg-Vorpommern zu lokalisieren.
Als die Polizei in Hamburg ihn stoppen wollte, gab der Mann Gas und fuhr zunächst von der Bundesstraße auf die A1 in Richtung Norden weiter, wäre dabei mehrfach fast mit anderen Autos zusammengestoßen und gefährdete diese mit schnellen Spurwechselmanövern. Um 21.53 Uhr verließ er die Hansestadt, fuhr auf seiner Flucht Richtung Ostsee.
Polizeisprecherin Vanessa Gräfin von Hahn zu BILD: „Der Autofahrer reagierte nicht auf Anhaltesignale.“ Die Polizeiführung aus Schleswig-Holstein entschied daraufhin, den bewaffneten Mann erst einmal nicht zu bedrängen, und forderte ein Spezialeinsatzkommando aus Kiel an.
Später stoppten Spezialkräfte den Autofahrer auf Höhe des Parkplatzes „Hasselburger Mühle“ auf der A1, sperrten die Autobahn bei Lensahn. Dann sollen plötzlich von der Autobahn zwei Schüsse zu hören gewesen sein, wie Augenzeugen gegenüber BILD berichteten. Unter welchen Umständen, ist bislang unklar. Die Polizei wollte weder mitteilen, warum der Einsatz so eskalierte, noch Details zu den Hintergründen nennen.
Gegen 1.15 Uhr erfolgte der Zugriff! Mit Blendgranaten und großem Geschrei sollen die schwer bewaffneten Einsatzkräfte den Autofahrer überwältigt haben. Festnahme! Ein Amtsarzt ließ den Mann später in eine psychiatrische Klinik einweisen.
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