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Trainer spricht von „Kaltem Krieg“ - Spionageskandal in der NFL!

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Trainer spricht von „Kaltem Krieg“ - Spionageskandal in der NFL!

Er ist ein gefürchteter Defensiv-Guru, spätestens seit dem letzten Jahr. Dort coachte Mike Macdonald (39) die Seattle Seahawks zum Super-Bowl-Sieg! Er formte wohl die beste Defensive der NFL durch sein besonderes Scheme. Er selbst nennt es die „Dark Side“, angelehnt an die Star-Wars-Filmreihe. Vor zwei Jahren sah die Welt jedoch noch ganz anders aus.

2024 übernahm Macdonald die Seahawks als Defensive Coordinator. Kein besonders leichtes Erbe nach Erfolgs- und Trainerlegende Pete Carroll (75). Macdonald erinnerte sich in der TV-Sendung „In Depth With Graham Bensinger“ nicht nur an sein erstes Spiel als Trainer der Seahawks zurück, sondern er offenbarte eine brisante Geschichte!

Bereits bei der Vorbereitung des ersten Spiels der Saison gegen die Denver Broncos traf der Seahawks-Trainer auf eine besondere Schwierigkeit: Es gab kaum Videomaterial vom Gegner. Das machte es natürlich schwer, sich auf seinen Gegner vorzubereiten. Deshalb suchten und fanden die Seahawks ungewöhnliche Wege. Macdonald erinnerte sich: „Fans posten Spielzüge aus dem Trainingslager auf Twitter, das ist also sozusagen allgemein bekannt. Wir haben etwa 100 Spielzüge aus ihrem Trainingslager gefunden. Wir haben sie gescoutet.“

Der clevere Schachzug zahlte sich aus: Die Seattle Seahawks konnten die Begegnung mit 26:20 für sich entscheiden. Doch das kam beim Gegner überhaupt nicht gut an! Broncos-HC Sean Payton (62) eskalierte daraufhin richtig. Payton rief daraufhin John Schneider, den General Manager der Seahawks, an. So sagte Macdonald: „Es war eine Menge Scheiß los. Also hat er John angerufen. Er hat im Grunde damit gedroht, an die Öffentlichkeit zu gehen und eine ganze Sache à la 'Patriot Spygate' zu machen.“

Grund für die Aufregung: Filmaufnahmen der gegnerischen Trainingseinheiten sind in der NFL verboten, egal ob man selbst die Aufnahmen macht oder getarnte Mitarbeiter zu Trainingseinheiten der Gegner schickt.

Doch Seattle sah keinen Regelbruch in ihren Handlungen: Das Videomaterial war schließlich Material aus dem Internet, das öffentlich für jedermann verfügbar war. Andere Personen hatten die Aufnahmen vom Training gemacht und veröffentlicht – kein Mitarbeiter der Seahawks war daran beteiligt. Deshalb reagierte Seattle dementsprechend klar.

So erklärte Macdonald: „Ich saß dann da und dachte: 'Oh mein Gott. Wir haben nicht betrogen.' Sie dachten, wir hätten einen Spion eingeschleust oder so. Also mussten wir ihm entgegenhalten und sagen: 'Wenn du damit an die Öffentlichkeit gehst, werden wir dich verklagen, weil es nicht stimmt.'“

Zu einer Klage kam es zum Glück jedoch nicht. Die Stimmung zwischen den beiden Teams sei wegen der Situation angespannt gewesen und das für den Rest der Saison! Macdonald zog einen historischen Vergleich und schilderte, das Verhältnis sei „wie im Kalten Krieg“ gewesen. Weiter sagte der Defensive Coordinator: „Die Saison endete und er ließ es auf sich beruhen. Er meinte aber immer: 'Ich drücke den Knopf. Ich drücke den Knopf.' Na gut, dann drücken wir den Knopf. Keiner von uns hat den Knopf gedrückt.“

Die Situation ist mittlerweile zwei Jahre her und beide Trainer sind immer noch bei ihren Teams im Amt.

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