Unternehmen im Check - Der „Frosch“ und seine grünen Reinigungsmittel
Frosch gehört zu den bekanntesten Marken für ökologische Reinigungsmittel in Deutschland. Auch international hat sich die Firma mittlerweile einen Namen gemacht. Doch wie nachhaltig produziert das Unternehmen tatsächlich? Ein Überblick über die Firmengeschichte soll Klarheit bringen.
Als Umwelt- und Klimathemen in den 1980er Jahren stärker ins öffentliche Bewusstsein rückten, setzte Werner & Mertz auf ökologische Haushaltsprodukte. 1986 brachte das Mainzer Familienunternehmen mit Frosch einen pflanzlich basierten Neutralreiniger auf den Markt. Das Produkt wurde zum Erfolg und legte den Grundstein für die Marke, die heute in fast ganz Europa sowie unter anderem in Japan und Südkorea vertreten ist.
Nach Unternehmensangaben wird in Deutschland und Österreich produziert. Von sieben Vertriebsstandorten aus werden die Produkte europaweit ausgeliefert und international exportiert. Wie umweltschonend die Transporte sind, verriet das Unternehmen gegenüber myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) nicht.
Neben klassischen Putzmitteln umfasst das Sortiment inzwischen über 80 Produkte. Dazu gehören Waschmittel, Glasreiniger, Raumdüfte sowie Pflegeprodukte wie Seife, Shampoo und Duschgel. Mit der Linie „Frosch Baby“ bietet das Unternehmen zudem Produkte für empfindliche Kinderhaut an, die auf reduzierte Rezepturen und pH-neutrale Formulierungen setzen.
Frosch wirbt mit Recycling-Verpackungen, Inhaltsstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen sowie dem Verzicht auf Erdöl und tierische Bestandteile. Zudem verweist das Unternehmen auf Umweltzertifizierungen und das Umweltmanagementsystem EMAS, das an den Produktionsstandorten in Mainz und Hallein eingeführt wurde.
Kritik richtet sich weniger gegen Frosch selbst als gegen die gesamte Branche der „grünen“ Reinigungsmittel. Umweltverbände betonen, dass auch ökologische Produkte nicht automatisch unbedenklich sind. Zudem wurden in der Vergangenheit einzelne Inhaltsstoffe bemängelt, darunter bestimmte synthetische Duftstoffe, die bei empfindlichen Menschen allergische Reaktionen auslösen können. 2019 fand Öko-Test in einem Waschpulver ein synthetisches Polymer, das laut Unternehmen anschließend entfernt wurde.
Auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis äußern einige Nutzer Kritik. Als Alternativen zu Frosch gelten unter anderem everdrop und Sonett.
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