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Hohe Spritpreise: Diskussion um Entlastung der Verbraucher wieder voll entbrannt

Stern ·
Hohe Spritpreise: Diskussion um Entlastung der Verbraucher wieder voll entbrannt

Angesichts der steigenden Spritpreise ist die Diskussion um Entlastungen für Autofahrerinnen und -fahrer wieder in vollem Gang: Die Forderungen reichen von einem neuen Tankrabatt über eine Senkung der Stromsteuer bis hin zu einer Übergewinnsteuer.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sprach sich für Direktzahlungen an Geringverdiener aus.

Die Mineralölbranche erwartet erst im kommenden Jahr eine Normalisierung der Preise.

Am Montag erreichte der Preis für Super E10 ein weiteres Allzeithoch, der Liter kostete im Tagesdurchschnitt 2,286 Euro, wie der ADAC am Dienstag mitteilte.

Das waren 1,3 Cent mehr als am Vortag.

Der Preis für Diesel stieg um 0,8 Cent auf 2,412 Euro pro Liter, er war damit nur noch 3,4 Cent vom Rekord aus dem April entfernt.

Auch der Heizölpreis kletterte weiter nach oben.

Ein Grund für die steigenden Preise sind der hohe Preis für Rohöl sowie beschädigte Raffinerien in Kriegsgebieten.

Der Ölpreis legte angesichts der weiter zunehmenden Spannungen in der Golfregion weiter zu, wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vortagen.

Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Dienstagmorgen 107,55 Dollar, ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI 103,24 Dollar.

Entscheidend für die Preisentwicklung sei „die weitere Entwicklung vor allem im Nahen Osten“, sagte der Sprecher des Verbands Fuels und Energie, Alexander von Gersdorff, der „ Rheinischen Post “. „Käme es zu einem Friedensschluss, würden sich auch die Kraftstoffpreise allmählich beruhigen.“ Aber auch dann dauere es bis zu einer völligen Marktnormalisierung „weit bis ins Jahr 2027“.

Das liege daran, dass „viel Raffineriekapazität verloren gegangen“ sei.

Der CDU -Verbraucherschutzpolitiker Sebastian Steineke forderte im „Handelsblatt“ eine erneute vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf das europäische Mindestmaß - beim Tankrabatt im Mai und Juni war die Energiesteuer um 17 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer gesenkt worden.

Steineke schlug außerdem vor, den CO2-Preis zu überprüfen.

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