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Trotz Vorstoß von Boss Neuendorf - Wer jetzt gegen die DFB-Reform schießen will

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Trotz Vorstoß von Boss Neuendorf - Wer jetzt gegen die DFB-Reform schießen will

Der deutsche Fußball steuert dank DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) darauf zu, nach 15 Jahren Streit die Regionalliga mit dem Kompassmodell zu reformieren. Am 18. Dezember soll auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag die Entscheidung fallen. Doch im Südwesten gibt es erneut Unmut.

Wie das Portal „AbsolutFußball“ von der Offenbacher Post vermeldet, plant die Regionalliga Südwest zeitnah ein weiteres Treffen mit ihren Klubs. Die zuständige Träger-GmbH um Geschäftsführer Maximilian Ziegler-Freisinger kämpft aktuell um ihr Dasein. Wenn die 4. Liga von fünf auf vier Staffeln reduziert wird, will der DFB die Trägerschaft im Kompassmodell selbst übernehmen.

Auffällig: Gegen die bundesweite Kompromisslösung, die allen Meistern den direkten Aufstieg in die 3. Liga erlaubt, kursieren im Südwesten fragwürdige Infostände. So teilt Hessens Oberliga-Chef Matthias Schmelz mit, nichts zum Aufstiegsrecht der 5. Liga ins Kompassmodell zu wissen.

Dagegen steht dies bereits seit Januar in DFB-Folien, die von der Regionalliga Südwest GmbH spätestens vor der Klub-Abstimmung Ende Juni an die Ansprechpartner hätten weitergeleitet werden können. Aus diesen geht hervor: Der Südwesten erhält nach wie vor vier Aufsteiger, es gibt keine Veränderung.

Dazu heißt es, weil die Einteilung nach den kürzesten Fahrtstrecken vorgenommen werden soll, könnten hessische Vereine auf drei bis vier Staffeln verstreut werden. Bei den DFB-Animationen (liegen BILD vor) werden sie lediglich auf den Westen und Osten verteilt, der südhessische Ballungsraum wird aufgrund von Derbys quasi immer zusammenbleiben und sehr wahrscheinlich ständig im Westen mitspielen.

Kaum erwähnt werden positive Faktoren: Die Südweststaffel ist eine der leistungs- und wohl finanzstärksten Regionalligen. Durch die Aufteilung könnten sich die Aufstiegschancen ihrer Klubs verbessern.

BILD weiß: Südwest-Klubvertreter Rafael Kowollik (FC Homburg) war am Ende der DFB-Arbeitsgruppe gegenüber den vier anderen Vereinsvertretern isoliert. Er soll vorgerechnet haben, dass er im Kompassmodell ein oder zwei Übernachtungen bei Auswärtsspielen mehr bräuchte.

Das war den neutralen DFB-Vertretern zu viel des Guten. Er wurde daran erinnert, dass es um eine deutschlandweite Lösung und nicht um Einzelinteressen gehe. Zudem wolle Homburg die 3. Liga erreichen, wo Hotelunterbringungen die Regel seien. Auf Verhandlungsangebote der anderen Regionen ging der Südwesten nicht spürbar ein.

Neuendorf sagte zuletzt Sportbild: „Wir wollen den Klubs klarmachen, dass keine Sorge bestehen muss.“ Er kündigte finanzielle Unterstützung, Übergangsfristen bei Zulassungskriterien und Infos in den Regionen an: „Wenn dann alle Fakten auf dem Tisch liegen, bin ich optimistisch, dass auch im Süden an der einen oder anderen Stelle ein Umdenken stattfindet. Wir sollten vielleicht alle gemeinsam ein wenig mutiger sein.“

Von den am engsten involvierten Vereinen im Westen (Rot-Weiß Oberhausen), Norden (Meppen), Osten (Chemnitzer FC) und Bayern (FC Bayern) erhält Neuendorf Zuspruch. Stellvertretend erklärt Marcus Uhlig für RWO: „Wir begrüßen insbesondere die Klarheit in seinen Aussagen im Hinblick auf das Kompassmodell mit 20 Teams pro Liga.

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