Ziemlich viel Auto für wenig Geld: Günstige Grundmodelle von Fiat Grande Panda und 600 überzeugen
Die nachgelieferten Grundmodelle von Fiat Grande Panda und 600 bieten automobile Grundwerte zu einem erschwinglichen Kurs. Sie sind außerdem ziemlich unelektrisch und manuell. Damit stehen sie dem großen allgemeinen Trend entgegen. Kann das verfangen?
Es ist nicht lange her, da war das Schaltgetriebe hier bei ntv.de Thema - allerdings im Kontext mit dem Highend-Modell BMW M3. In den sportlichen Speerspitzen sind Schaltgetriebe begehrt. Bei den erschwinglichen Grundmodellen hingegen waren sie bisher Kostensenker. Ob das inzwischen immer noch so ist, sei dahingestellt. Dennoch wird bei Fiat am unteren Ende der Fahnenstange, also bei Grande Panda und 600, manuell geschaltet. Und es gibt bei den Einsteigern weder Automatisierung noch Hybridisierung. Sowohl Grande Panda wie 600 werden auf Wunsch schlicht durch einen 1,2 Liter großen Dreizylinder-Benziner mit 100 PS angetrieben. Nicht mehr und nicht weniger.
Und so können die Italiener die beiden Basisvertreter ihrer Modellbaureihen relativ günstig anbieten. Wobei, die Zeiten, als Neuwagen noch zu vierstelligen Euro-Werten losgeschlagen wurden, sind vorbei. So freut man sich schon über die 19.990 Euro des Grande Panda - immerhin noch die Eins davor. Der größere 600 dagegen rangiert mit 24.490 Euro bereits auf Volkswagen-ID-Polo-Level. Ein richtiges Sonderangebot ist das eigentlich nicht mehr.
Stichwort günstig: Hier werden die europäischen Hersteller mittlerweile von den Chinesen in die Ecke gedrängt, die wiederum mit Dumpingpreisen auf Kundenfang geben. Dafür werfen die Italiener ein ganz anderes Pfund in die Waagschale. Es ist ja gerade bei Fiat kein Zufall, dass die Preislisten von Grande Panda und 600 voller bunter historischer Motive samt der Vorläufer-Modelle sind. "Wir können Autos bauen!", so lautet wohl die Botschaft. Und es stimmt ja auch, jahrzehntelange Erfahrung lässt sich selbst durch Fleiß und Know-how kaum ausgleichen. Witzig daran - bei Sport- und Luxusautos insbesondere deutscher Labels geht die Rechnung sehr wohl auf, doch bei italienischen Budget-Autos?
Na ja, Interieur-Gestaltung können die Südeuropäer schon. Armaturen mit coolen Dekorelementen, peppiges Polsterdesign oder Türverkleidungen mit flächig eingraviertem Fiat-Schriftzug sind Features, die albern klingen mögen - aber flippig-stylish sieht das definitiv aus und wirkt gekonnt. Ebenso wie das aufgebrachte Wackelbild im Bereich der C-Säule beim Grande Panda. Je nach Blickwinkel changiert es zwischen der neuen Fiat-Schrift sowie dem historischen Vierstreifen-Logo. Alles Kleinigkeiten, mit denen der Hersteller seine Tradition untermauert. Das ist schon fein. Wunderbar, kann man jetzt sagen, doch vermag der Grande Panda auch mit seinen Eigenschaften zu überzeugen?
Mit 100 Turbo-PS plus leichtgängigem Schaltgetriebe klingt der Antriebsstrang munterer, als er in Wirklichkeit ist. Es reicht natürlich zum Mitschwimmen im Straßenverkehr, aber Steigungen spürt man schon, bevor sie überhaupt zu sehen sind. Ansonsten lässt sich der Kleine schon auch im Alltag handhaben, bietet annehmbare Platzverhältnisse - sogar im Fond dank 2,54 Metern Radstand.
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