South Dakota: Erstmals Dunkle Materie nachgewiesen
Bei einem Experiment in den USA wurde ein Energieblitz entdeckt.
Erstmals könnte damit Dunkle Materie belegt worden sein? Oder sind die Ergebnisse nur purer Zufall? Ein kurzer Lichtblitz tief unter der Erde könnte neue Hinweise darauf liefern, woraus die bislang rätselhafte Dunkle Materie besteht.
Sie macht nach heutiger Einschätzung mindestens fünfmal so viel Masse aus wie die gewöhnliche Materie, aus der Sterne, Planeten und Menschen bestehen.
Das Signal wurde vom Lux-Zeplin-Detektor registriert, der rund 1,5 Kilometer unter der Erdoberfläche in der Sanford Underground Research Facility im US-Bundesstaat South Dakota betrieben wird.
Das Experiment gehört zu einer Reihe internationaler Projekte, die nach den bislang nicht direkt nachgewiesenen Teilchen der Dunklen Materie suchen, wie das Fachmagazin „Nature“ zusammenfasst.
Dunkle Materie könnte auf Xenon getroffen sein Nach den am Dienstag auf einer Astrophysik-Konferenz in Tokio vorgestellten Forschungsergebnissen spricht vieles dafür, dass der Lichtblitz durch eine Kollision ausgelöst wurde: Ein Teilchen der Dunklen Materie könnte mit einem Atomkern im flüssigen Xenon des Detektors zusammengestoßen sein.
In dem rund zehn Tonnen schweren Tank soll die Reaktion ein messbares Signal hinterlassen haben.
Sollte sich diese Interpretation bestätigen, wäre dies ein bedeutender Schritt bei der Suche nach der Dunklen Materie – und damit bei der Beantwortung einer der großen offenen Fragen der modernen Physik .
Noch sprechen die Forscher nicht von einer Entdeckung.
Dafür seien die bisherigen Hinweise nicht eindeutig genug, fasst die „Financial Times“ („FT“) zusammen.
Dennoch sehen sie in den Messungen von Lux-Zeplin den bislang stärksten Anhaltspunkt, der auf die Natur der Dunklen Materie schließen lässt.
Gravitation Aber was ist Dunkle Materie? Der überwiegende Teil dessen, was uns im Alltag umgibt, besteht aus sogenannter gewöhnlicher Materie.
Dazu gehören Sterne und Planeten ebenso wie Gas, Staub und letztlich auch die Geräte, mit denen wir die Welt betrachten.
Nach aktuellen kosmologischen Modellen macht diese sichtbare Materie allerdings nur rund 15 Prozent der gesamten Materie im Universum aus.
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